Seit einem Jahrzehnt ist die Flüchtlingshilfe Aplerbeck e.V. nun im Stadtteil verankert – länger, als viele zu Beginn erwartet hatten. Vereinsvorsitzender Paul Gerhard Stamm erinnert sich, dass niemand damit rechnete, dass das Projekt so lange Bestand haben würde. Doch über die Jahre ist ein Angebot entstanden, das aus dem lokalen Hilfesystem nicht mehr wegzudenken ist.
Der Second-Hand-Laden gehört mittlerweile zu den zentralen Anlaufstellen. Viele Menschen nutzen ihn regelmäßig, nicht nur wegen der günstigen Preise, sondern auch wegen der sorgfältig ausgewählten Ware. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Sozialberatung, die in Zusammenarbeit mit „Lokal Willkommen“ und der Diakonie Dortmund organisiert wird. Sie unterstützt Geflüchtete und Menschen in schwierigen Lebenslagen – ehrenamtlich, niedrigschwellig und seit Jahren kontinuierlich.
Zur festen Struktur gehören auch die Fahrradwerkstatt, in der verkehrstüchtige Räder weitergegeben werden, sowie die Sprachkurse, die von engagierten Lehrkräften getragen werden. Ein besonderes Projekt ist das Repair Café, das vor Kurzem den Publikumspreis beim „Innovationssprint gegen Elektroschrott“ erhalten hat. „Wir helfen gern, haben Freude an unserem Engagement und es ist uns wichtig Dinge weiterzuverwenden, statt sie wegzuwerfen. Unsere kleine Elektrowerkstatt zeigt, dass das funktioniert.“
Das Jubiläum wurde mit einem Fest begangen, das die Vielfalt der Arbeit sichtbar machte. Jugendliche aus Armenien, Syrien und dem Irak präsentierten Tänze und gaben dem Abend eine lebendige Note. Zum Abschluss sorgte die Band „Mundorgel Project“ für gemeinsames Singen – ein Moment, der noch einmal verdeutlichte, wie viel Begegnung und Gemeinschaft in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind.

















