Mehr als nur ein Bücherschrank
Für Martina Klein, Mitglied der Grünen in der Bezirksvertretung Aplerbeck, ist die Bedeutung des Schranks klar: „Der Bücherschrank ist aus meiner Sicht nämlich nicht nur ein Ablageort für alte Bücher, sondern auch ein sozialer Treffpunkt, an dem Menschen beim Stöbern ins Gespräch kommen, einen Zwischenstopp beim Einkaufen machen oder die Wartezeit auf den Bus verkürzen können.“
Darüber hinaus erfülle das Angebot mehrere wichtige Funktionen zugleich. Es ermögliche ein kostenloses und niedrigschwelliges Leseangebot und leiste gleichzeitig einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Große Resonanz in kurzer Zeit
Auslöser für die Welle an Unterstützung war ein Bericht in den Ruhr Nachrichten. Innerhalb von nur vier Tagen meldeten sich 17 Bürgerinnen und Bürger, die sich künftig um den Bücherschrank kümmern möchten.
„Damit haben wir alle nicht gerechnet“, sagt Klein. Die große Resonanz sei ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt im Stadtteil und das Interesse daran, solche Orte zu erhalten.
Die Organisation der neuen Patenschaften übernehmen künftig Sabine Amend und Joachim Tritt aus dem Ortsverband der Grünen. Sie koordinieren die Einsätze und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Übergabe mit Erfahrung
Bei einem ersten gemeinsamen Treffen am 24. März direkt am Bücherschrank war auch die bisherige Patin noch einmal vor Ort. Sie gab den neuen Ehrenamtlichen wichtige Hinweise für die zukünftige Betreuung und unterstützte die Übergabe.
Dank der hohen Zahl an Freiwilligen kann die Aufgabe künftig auf viele Schultern verteilt werden. Für jede einzelne Person bedeutet das einen Einsatz etwa alle vier bis sechs Wochen. Zu den Aufgaben gehört es, den Bücherschrank sauber und ordentlich zu halten sowie beschädigte oder ungeeignete Bücher auszusortieren. Einige der neuen Helferinnen und Helfer planen zudem, das Regalsystem weiter zu optimieren.
Für Klein ist die Entwicklung ein positives Signal: „Die vielen Rückmeldungen beweisen ein großes Engagement und guten Zusammenhalt in Aplerbeck.“ Gerade in herausfordernden Zeiten seien solche Beispiele wichtig und stärkten das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil nachhaltig.
















