Auch im Dortmunder Süden beschäftigen zahlreiche Automatensprengungen weiterhin Anwohner, Unternehmer und die Polizei.
Zahlen aus der polizeilichen Auswertung
Die Polizei weist zunächst darauf hin: „Bei den ausgewerteten Daten handelt es sich nicht um offizielle Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), sondern wurden über ViVa erlangt und beziehen sich auf gefertigte Strafanzeigen.“
Für die Auswertung werden die Taten nach Polizeiinspektionen erfasst. Hörde und Hombruch gehören zur Polizeiinspektion 1, Aplerbeck zur Polizeiinspektion 3.
Für die Polizeiinspektion 1 mit den Wachen Mitte, Hörde, Hombruch und der Citywache nennt die Polizei insgesamt 39 Automatensprengungen seit Januar 2025. Davon entfallen 31 Fälle auf das Jahr 2025 und acht weitere auf das laufende Jahr 2026. Im Bereich der Polizeiinspektion 3, zu der unter anderem Aplerbeck gehört, wurden seit Januar 2025 insgesamt 70 Sprengungen registriert. 45 davon ereigneten sich im Jahr 2025, weitere 25 Fälle im Jahr 2026.
Die Polizei differenziert in ihrer Auswertung nicht nach Automatentypen. Dazu heißt es in der Stellungnahme: „die Daten beziehen sich entsprechend auf Zigaretten-, Geld-, Spiel- und sonstige Automaten.“ Lediglich für das laufende Jahr kann eine genauere Angabe gemacht werden. Insgesamt wurden seit Anfang 2026 im gesamten Zuständigkeitsbereich 59 Automaten gesprengt, darunter 44 Zigarettenautomaten.
Schäden und Ermittlungen
Über die konkrete Art der Sprengung macht die Polizei bewusst keine Angaben „Um Nachahmungen zu verhindern.“ Auch die Schadenshöhe lässt sich nur schwer beziffern. Als Richtwert nennt die Polizei jedoch: „Bei der Sprengung eines Zigarettenautomats kann man von einem Sachschaden in Höhe von ca. 3.500 Euro ausgehen.“ Ein Problem für die Ermittler ist die Spurensicherung. Durch die Explosion können wichtige Hinweise zerstört werden. Daher betont die Polizei die Bedeutung von Zeugenaussagen, die neue Ermittlungsansätze liefern können.
Noch keine verletzten Personen
Trotz der zahlreichen Taten weist das Polizeipräsidium darauf hin, dass es bislang keine Verletzten gegeben hat. „Auch wenn es sich bei den Taten um keinen unerheblichen Sachverhalt mit hohem sachlichen Schaden handelt, wollen wir betonen, dass bis heute keine Personen verletzt wurden.“
Einen Ermittlungserfolg gab es bereits Anfang 2026: Im Zusammenhang mit einer Serie von Zigarettenautomatensprengungen konnten im Januar drei Tatverdächtige festgenommen werden.
Die Polizei warnt: das Hantieren mit explosiven Stoffen ist regelmäßig nicht nur für Unbeteiligte, sondern durchaus auch für die Täter lebensgefährlich!
Sollten Sie verdächtige Personen an einem Zigarettenautomaten bemerken, zögern Sie nicht den Notruf der Polizei 110 zu verständigen. Bemerken Sie verdächtige Gegenstände im oder an einem Automaten, halten Sie Abstand und verständigen Sie ebenfalls sofort den Notruf der Polizei 110. Melden Sie auch verdächtige Personen, die Ihnen “unter der Hand” den Verkauf von einzelnen Zigarettenpäckchen anbieten.
















