Unsere Bildergalerie von der Aplerbecker Schlossfehde 2025 finden Sie hier.
„Ich schmiede mit den Kindern so wie ich mit den Erwachsenen schmiede – meistens über offenem Feuer“, verspricht Schmied Leander. Zusammen mit seinen Kollegen Hildis vini Smidja und Ravenfeeder will er mit seiner Live-Schmiede den Menschen im Rodenbergpark am letzten Juniwochenende kräftig einheizen, denn dann steigt nach einem Jahr Pause wieder die Aplerbecker Schlossfehde.
Spendenaktionen für das Kinderhospiz Sonnenherz und die Odachlosenhilfe
Man könnte wohl auf die Idee verfallen, den Mittelalterfans in feiner oder bäuerlicher Gewandung Rückwärtsgewandtheit vorzuwerfen. Aber wer so denkt, kennt die Aplerbecker Schlossfehde e. V. noch nicht. Denn im Rahmen seines Marktes mit Musik und Speis und Trank sammelt sie Spenden für ein Projekt, das sich derzeit noch im Aufbau befindet. Als Vorsitzender des Fördervereins des Kinderhospizes Sonnenherz und Schirmherr der Spendenaktion stellt Bürgermeister Norbert Schilff in Aussicht: „Wir hoffen, dass wir im August schon Richtfest feiern können.“
Schon im Vorfeld der Schlossfehde will das Organisationsteam um Jörg Wiedelmann die Geschäfte in Aplerbeck abklappern, um unter den Gewerbetreibenden Unterstützung für die lebensverkürzend erkrankten Kinder zu akquirieren. Während der Veranstaltung selbst soll dann eine Spendenbox bereitstehen, über die auch Privatpersonen etwas zum Bövinghauser Hospiz beitragen können.
Und die Aplerbecker Schlossfehde e. V. wirft mit ihrem Event noch einen weiteren Blick nach vorn. So sollen sich am Würstchengrill nicht zufällig Mitglieder des Vereins zur Förderung der Obdachlosenhilfe finden. Vielmehr sammeln auch sie Spenden und der Würstchenerlös ist ebenfalls der Vereinstätigkeit gewidmet – für die montägliche Versorgung mit Lunchbags in den Räumen der Ewaldigemeinde. „So ein 100er ist immer weg am Montag“, erläutert Schatzmeister Olaf Tkotz den Bedarf.
Musik, Kinderspiele und Rittershow
Bei allem guten Zweck soll auch der Spaß bei der achten Aplerbecker Schlossfehde nicht zu kurz kommen. So spielen die drei engagierten Bands – „Unvermeydbar“, „Frevel“ und „The hanged bard“ – während der Öffnungszeiten des Marktes „fast immer durch“, so Vereinsvorsitzender Wiedelmann. Geöffnet ist die Schlossfehde am Freitag, den 27. Juni, von 14 bis 22 Uhr, Samstag von 11 bis 22 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Während dieser Zeiten bieten acht Gastronomiestände Speisen „vom Schwein am Spieß bis vegetarisch“ an. Auch eine Shoppingtour zwischen Keramik, Gewürzen, Likör, Leder oder Gewandung an 20 weiteren Ständen ist möglich.
Für Besucher*innen zwischen vier und zwölf Jahren – „gerne mit Eltern“, so Museumsleiter Philipp Sulzer – steht das Kindermuseum Adlerturm mit einem Stand bereit. Dort will Sulzer mit seinem Team „Kinderspiele anbieten, wie es das im Mittelalter gegeben haben mag“. Dazu zählen beispielsweise Sackhüpfen und Wurf- und Geschicklichkeitsspiele. Für coole Selfies will der Adlerturm außerdem seine Kindergarderobe mitbringen. Um die Bilder noch ein wenig aufzumotzen, können interessierte Kinder sich am Schminkstand verwandeln.
Wer Mittelaltermärkte kennt, weiß, dass auch das Lager der Gewandeten fest ins Programm gehört – so auch im Rodenbergpark. Dort aber ist eine Besonderheit geplant: Teil des Lagers wird auch ein Druide in einem Einsiedlerhaus sein. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft können Besucher*innen dann dem obligatorischen Ritter-Showkampf beiwohnen.
Kontakt zur Aplerbecker Schlossfehde e. V.:

















