Mit der Einrichtung der ersten Fahrradzone in Dortmund geht die Stadt einen neuen Schritt in Richtung fahrradfreundlicher Mobilität. Betroffen sind die Untere Pekingstraße und die Straße Potacker im Stadtteil Schüren. Dort soll im zweiten Halbjahr 2026 nicht nur die Fahrbahn saniert, sondern zugleich ein neues Verkehrskonzept umgesetzt werden, das vor allem Schulkinder, Radfahrende und Anwohnende entlasten soll.
Die Untere Pekingstraße wird auf rund 410 Metern zwischen Röhrenstraße und Meinbergstraße erneuert. Direkt im Anschluss plant die Stadt dort die Einrichtung einer Fahrradzone. Auch die Straße Potacker soll vollständig in das neue Konzept eingebunden werden. Die Maßnahme wird derzeit in den politischen Fachausschüssen beraten.
Mehr Sicherheit für Kinder und weniger Schleichverkehr
Hintergrund der Planungen ist ein Prüfauftrag der Bezirksvertretung Aplerbeck. Ziel ist es unter anderem, die Schulwegsicherheit rund um die Gerhart-Hauptmann-Grundschule zu verbessern. Gleichzeitig soll der Schleichverkehr zwischen Meinbergstraße und der Auffahrt zur B236 an der Stadtkrone Ost reduziert werden.
Die Untere Pekingstraße ist bereits heute Teil der geplanten „Veloroute 4“, die den Stadtbezirk Aplerbeck mit der Innenstadt verbinden soll. Durch die neue Fahrradzone soll außerdem eine bessere Anbindung an bestehende Radwege wie den Hoesch-Hafenbahn-Radweg oder die Feldchenbahn-Trasse entstehen.
Künftig wird die Untere Pekingstraße vollständig zur Fahrradstraße mit dem Zusatz „Anlieger frei“. Auch die Straße Potacker bleibt für Anwohnende weiterhin befahrbar. Allerdings wird die Zufahrt vom Bereich Am Remberg aus künftig für Autos gesperrt. Dadurch entsteht dort eine sogenannte unechte Einbahnstraße.
Autos sind nur noch Gäste
In Fahrradstraßen und Fahrradzonen haben Fahrräder, Pedelecs und E-Scooter Vorrang. Für alle Verkehrsteilnehmenden gilt Tempo 30. Radfahrende dürfen nebeneinander fahren, auch wenn sich dahinter Autos befinden. Kraftfahrzeuge dürfen die Straßen nur dann nutzen, wenn entsprechende Zusatzschilder dies erlauben.
Nach Angaben der Stadt sollen die neuen Regeln nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die Lebensqualität verbessern. Weniger Durchgangsverkehr bedeute gleichzeitig weniger Lärm und Abgase für die Anwohnenden. Die bestehenden Parkplätze bleiben zunächst erhalten. Änderungen seien laut Stadt nur bei Bedarf vorgesehen. Auch die bisherigen Vorfahrtsregelungen sollen bestehen bleiben.
Ausbau der Veloroute 4 läuft weiter
Parallel dazu arbeitet die Stadt bereits an weiteren Planungen für die Veloroute 4. Unter anderem soll der Tunnel unter der B236 am „Abzweig Schüren“ künftig fahrradfreundlich umgebaut werden. Die endgültige Gestaltung der Veloroute soll später gemeinsam mit einem umfassenderen Neubau der Unteren Pekingstraße erfolgen.
Die Fahrradzone wird durch neue Beschilderungen sowie rote Markierungen auf der Fahrbahn kenntlich gemacht. Zusätzlich sollen Piktogramme aufgebracht werden. Die Umsetzung ist ebenfalls für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen.

















