Beim diesjährigen Herbstfest von den naturkindern Aplerbeck stand neben buntem Herbstlaub und fröhlichem Kinderlachen ein Thema im Mittelpunkt, das Zukunft und Umweltschutz verbindet: erneuerbare Energie. Die staatlich anerkannte Kinderpflegerin Daniela Grunwald mit dem Zusatz Kindertagespflegeperson betreibt in ihrem Garten eine eigene Home-Biogasanlage – und zeigt damit eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit auch im kleinen Maßstab funktionieren kann.
Ein geschlossener Kreislauf im eigenen Garten
Die Anlage, ein Modell „HomeBiogas 2 plus Booster Kit“, wandelt organische Abfälle in wertvolle Ressourcen um. Küchenreste oder – ganz praktisch – Pferdeäpfel, die die Kinder regelmäßig auf dem Naturerlebnishof Malinara einsammeln, werden zu Biogas und Dünger weiterverarbeitet. Das Gas nutzt sie zum täglichen Kochen, während der entstehende Flüssigdünger fast allen Pflanzen im Garten zugutekommt. Besonders bemerkenswert: Selbst bei niedrigen Temperaturen arbeitet die Anlage zuverlässig weiter. Seit ihrer Inbetriebnahme fällt im Haushalt kaum noch Biomüll an – ein schönes Beispiel für gelebten Umweltschutz im Alltag.
Natur erleben und verstehen lernen
Umwelt. Ihre Tagespflege bietet Platz für bis zu fünf Kinder bei einem Betreuungsumfang von 35 Stunden pro Woche. Geöffnet ist von 7.30 bis 14.30 Uhr. Tägliche Ausflüge in die Natur gehören ebenso fest zum Alltag wie die Besuche auf dem Naturerlebnishof zweimal pro Woche für 1,5 Stunden. Dort lernen die Kinder spielerisch, woher Energie und Lebensmittel kommen und dass selbst Pferdeäpfel einen echten Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können.
Das Herbstfest bot den Familien die Gelegenheit, dieses besondere Projekt kennenzulernen und sich über den Einsatz der Biogasanlage zu informieren und sich gleichzeitig beim selbstgemachtem Buffet mit anderen auszutauschen. Neben der Projektvorstellung wurde eine Herbstgeschichte vorgelesen, im Laub gespielt, gebastelt und gespeist. So wurde aus einem herbstlichen Beisammensein ein Tag, an dem Wissen, Spaß und Umweltbewusstsein Hand in Hand gingen.

















