Fast vier Jahrzehnte lang war Heike Fischer eine feste Konstante im Aplerbecker Amtshaus. Seit 1986 organisierte sie im Hintergrund die Arbeit der Bezirksvertretung, bereitete Sitzungen vor, plante Veranstaltungen und war für viele Kolleginnen und Kollegen erste Ansprechpartnerin bei organisatorischen Fragen. Nun verabschiedet sich die dienstälteste Mitarbeiterin der Verwaltungsstelle in die Altersteilzeit. Im Gespräch blickt sie zurück auf technische Umbrüche, politische Veränderungen – und auf viele besondere Momente, die ihren Berufsalltag geprägt haben.
Redaktion: Frau Fischer, Sie sind seit 1986 in der Verwaltungsstelle Aplerbeck tätig. Hätten Sie damals gedacht, dass Sie fast 40 Jahre bleiben würden?
Frau Fischer: Nein, das war überhaupt nicht absehbar. Ich kannte den damaligen Verwaltungsstellenleiter aus dem Stadtplanungsamt, und er hat mich gefragt, ob ich mir die Stelle vorstellen könnte. Da ich ihn als Chef schätzte, habe ich zugesagt. Dass daraus einmal so viele Jahre werden, hätte ich nicht gedacht.
Redaktion: Wie haben sich Ihre Aufgaben im Laufe der Zeit verändert?
Frau Fischer: Am Anfang standen vor allem die Sitzungen der Bezirksvertretung im Mittelpunkt – Tagesordnungen erstellen, Protokolle schreiben, den Raum vorbereiten. Später kamen viele organisatorische Aufgaben dazu, etwa im Stadtbezirksmarketing. Und natürlich hat sich die Technik komplett gewandelt. Ich habe noch mit der elektrischen Schreibmaschine angefangen.
Redaktion: Viele Kolleginnen und Kollegen bezeichnen Sie als „gute Seele“ des Hauses. Was braucht es für diese Aufgabe?
Frau Fischer: Jede Partei muss gleich behandelt werden. Außerdem sollte man flexibel sein und sich in neue Programme und Abläufe einarbeiten können. Und man muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen – hier gibt es keinen Hausmeister, vieles landet automatisch auf meinem Tisch.
Redaktion: Sie haben neben Ihrer Verwaltungsarbeit auch Eheschließungen durchgeführt. Was hat Ihnen daran besonders gefallen?
Frau Fischer: Das war eine schöne Abwechslung. Wenn die Paare glücklich waren und man gemerkt hat, dass sie sich wohlfühlen, dann ist man selbst mit einem Lächeln nach Hause gegangen. Über die Jahre sind da sicher Hunderte Trauungen zusammengekommen.
Redaktion: Nun beginnt Ihre Altersteilzeit. Worauf freuen Sie sich am meisten?
Frau Fischer: Auf mehr Zeit – für meinen Hund, für die Hundeschule, für Reisen an die Nordsee und für meinen Garten. Vieles musste ich früher aufschieben, weil die Arbeit Vorrang hatte. Jetzt kann ich mich in Ruhe darum kümmern.
Redaktion: Welchen Rat würden Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen mit auf den Weg geben?
Frau Fischer: Flexibel bleiben und nicht nur strikt nach Vorschrift arbeiten. Beständigkeit bringt Ruhe in die Abläufe. Und Neutralität ist im Umgang mit der Politik das A und O.

















