Maike Frosting knüpfte in diesem Jahr an eine vertraute Tradition an und öffnete das Atelier ihres verstorbenen Mannes erneut für eine Herbstausstellung. Unter dem Titel “Licht – Dynamik – Farbe” waren ausgewählte Werke aus verschiedenen Schaffensphasen des Dortmunder Malers Wilhelm Frosting zu sehen, der im August 2025 im Alter von 90 Jahren verstorben war. Die Ausstellung orientierte sich an jenen Elementen, die Frostings Arbeit über Jahrzehnte geprägt hatten und die in vielen seiner Bilder besonders sichtbar wurden.
Die präsentierten Exponate boten einen Einblick in das breite Spektrum seines künstlerischen Schaffens. Laut Frau Frosting „reihten sich die Arbeiten wie Perlen an einer Schnur aneinander“ und zeigten frühe Landschaftsaquarelle, strukturreiche Experimente, abstrahierende Ansätze sowie typische Motive aus seiner impressionistisch geprägten Phase.
Die Vernissage fand am 22. November und 23. November, statt. Besucherinnen und Besucher konnten das Atelier an der Wittbräucker Straße 197 in Berghofen betreten, durch Schiebewände stöbern oder sich führen lassen. Für Maike Frosting war es ein persönliches Anliegen, das Lebenswerk ihres Mannes weiter lebendig zu halten. Wie groß das Interesse ausfallen würde, ließ sich im Vorfeld schwer einschätzen, da zuletzt nur wenige Ausstellungen gezeigt worden waren. Dennoch zeigte sie sich offen dafür, bei guter Resonanz weitere Präsentationen zu organisieren – möglicherweise auch thematische Ausstellungen für ein breiteres Publikum.

Die letzten Bilder, die Frosting im Sommer vor seinem Tod malte, sind im Schaufenster ausgestellt. Für seine Frau sind sie ein besonderer Abschied und zugleich ein Anfang ohne ganz genau zu wissen, wie es weitergeht. Entscheiden wird darüber am Ende das Publikum, das nun eingeladen ist, das Werk eines Dortmunder Künstlers neu zu entdecken.

















