In Sölderholz ist ein Stück Alltagskultur verschwunden. Mit dem Restaurant „Lokrum“ hat die letzte Gaststätte im Dorf geschlossen. Damit fehlt dem Ort im Dortmunder Süden erstmals seit Jahrzehnten ein gastronomischer Treffpunkt.
Die Betreiber des Lokals hatten das Restaurant über mehrere Jahre geführt und Ende 2025 den Entschluss gefasst, sich beruflich neu zu orientieren. Sie wechselten in eine andere Gastronomie im Dortmunder Stadtgebiet. Für Sölderholz bedeutet dieser Schritt jedoch das Ende einer langen Tradition: Früher gab es im Ort mehrere Kneipen und Gaststätten, seit der Schließung keine mehr.
Das „Lokrum“ hatte selbst bereits eine lange Geschichte. Über Jahrzehnte war das Gebäude ein zentraler Treffpunkt für den Ort. Schon zuvor hatte sich hier eine Gaststätte befunden, die auch eng mit dem Vereinsleben verbunden war. Mit der Zeit verschwanden jedoch immer mehr gastronomische Betriebe aus Sölderholz.

Zukunft des Gebäudes offen
Wie es mit dem ehemaligen Restaurant weitergeht, ist derzeit noch unklar. Die Immobilie gehört einer Eigentümergemeinschaft, die das Gebäude veräußern möchte. Neben der Gaststätte befinden sich darin auch weitere Gewerbeflächen.
Ob ein neuer Eigentümer das Lokal wieder als Gastronomie betreiben wird, ist offen. Zwar wäre ein Fortbestand aus Sicht vieler Bewohner wünschenswert, dochunft eine konkrete Perspektive gibt es bislang nicht.
Mit der Schließung des Lokrums ist Sölderholz damit vorerst ohne eigenen gastronomischen Treffpunkt. Für viele Einwohner bedeutet das nicht nur längere Wege, sondern auch den Verlust eines Ortes, der über Jahrzehnte zum sozialen Mittelpunkt des Dorflebens gehörte.
















