• Werbung
  • Gewinnspiele
  • Kontakt
Samstag, 17. Januar 2026
Wir in Dortmund
Keine Artikel
Alle Suchergebnisse anzeigen
  • Dortmund
    • Alle Nachrichten
    • Auto & Mobilität
    • Fußball
    • Gesundheit
    • Kunst & Kultur
    • Politik
    • Recht & Steuern
    • Sport
    • Wirtschaft & Technik
  • Citywest
  • Huckarde
  • Mengede
  • Lüdo
  • Hellweg & Kaiserstr.
  • Hörde
  • Hombruch
  • Aplerbeck
  • Videos
Wir in Dortmund
  • Dortmund
    • Alle Nachrichten
    • Auto & Mobilität
    • Fußball
    • Gesundheit
    • Kunst & Kultur
    • Politik
    • Recht & Steuern
    • Sport
    • Wirtschaft & Technik
  • Citywest
  • Huckarde
  • Mengede
  • Lüdo
  • Hellweg & Kaiserstr.
  • Hörde
  • Hombruch
  • Aplerbeck
  • Videos
Keine Artikel
Alle Suchergebnisse anzeigen
Wir in Dortmund
Keine Artikel
Alle Suchergebnisse anzeigen
Home Aplerbeck

Nach fast 60 Jahren im Beruf: Aplerbecker Uhrmacher geht in den Ruhestand

"Das Uhrenmobil" schließt zum Jahresende seine Türen

von Wir in Dortmund (NK)
vor 1 Monat
in Aplerbeck, Dortmund
Lesezeit: 3 Minuten
A A
Mit einem seiner letzten Projekte in der Hand blickt Franz-Josef Ramhab auf ein langes und erfülltes Berufsleben zurück.
(Foto: Wir in Dortmund)

Mit einem seiner letzten Projekte in der Hand blickt Franz-Josef Ramhab auf ein langes und erfülltes Berufsleben zurück. (Foto: Wir in Dortmund)

155
GETEILT
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Whatsapp teilen

Als Uhrmacher Franz-Josef Ramhab Anfang der 2000er Jahre bemerkte, dass sein damaliger Arbeitgeber in Brackel wirtschaftlich ins Schwanken geriet, entschied er sich für einen ungewöhnlichen Schritt: Er baute sich ein Wohnmobil zu einer Werkstatt um. „Mein Chef meinte damals, ich müsse weniger arbeiten, um Kosten einzusparen. Ich musste mich also nebenbei selbstständig machen.“ 2001 begann er mit seinem mobilen Uhrenservice, „das Uhrenmobil“, fuhr zu den Kunden, holte große Wanduhren ab, reparierte sie direkt im Fahrzeug und brachte sie oft nach wenigen Stunden wieder zurück. „Das war ein Service, den so keiner hatte – bis heute nicht“, erinnert sich der 72-Jährige.

Der Erfolg sprach sich schnell herum, sogar die Bild-Zeitung berichtete. „Da riefen dann plötzlich Leute aus Nürnberg an und wollten, dass ich nur mal kurz vorbeikomme“, erzählt er lachend. Eine weitere der vielen kuriosen Situationen, die er mit dem Uhrenmobil erlebte, blieb ihm besonders im Gedächtnis: „Auf dem Weg in den Urlaub hat uns die Polizei aus dem Verkehr gezogen. Nicht weil sie uns kontrollieren wollten, sondern weil die Uhr eines Beamten stehen geblieben war und er meine Hilfe brauchte.“

 

1 von 3
- +
Nach fast 60 Jahren im Beruf: Aplerbecker Uhrmacher geht in den Ruhestand
Nach fast 60 Jahren im Beruf: Aplerbecker Uhrmacher geht in den Ruhestand
Nach fast 60 Jahren im Beruf: Aplerbecker Uhrmacher geht in den Ruhestand

1. Foto: Franz-Josef Ramhab

2. Foto: Franz-Josef Ramhab

3. Foto: Franz-Josef Ramhab

Einmal pro Woche stand er zusätzlich zum Werkstattbetrieb mit seinem Wohnmobil auf verschiedenen Wochenmärkten. Die Nachfrage war groß, erinnert er sich. „Die Leute haben teilweise Schlange gestanden.“ Unter den Markthändlern bekam er deshalb bald den scherzhaften Spitznamen „Herr Rüschenbeck“ – in Anspielung auf den bekannten Dortmunder Juwelier. Mit luxuriösen Hochpreis-Uhren hatte er allerdings nur selten zu tun. Auf seiner Werkbank lagen vor allem Modelle, an denen sein handwerkliches Geschick und seine Geduld gefragt waren – genau das, was er an seinem Beruf so mochte.

Abschied vom Uhrenmobil
Mit der Zeit geriet das Geschäft zunehmend unter Preisdruck. Als große Discounter und Onlinehändler Uhren für wenige Euro anboten, konnte ein klassischer Fachbetrieb kaum noch mithalten, erzählt Ramhab. Der Verkauf lohnte sich immer weniger. 2013 ließ er das Ladenlokal hinter sich und zog mit seiner Werkstatt nach Aplerbeck, wo er auf einen über Jahre gewachsenen Kundenstamm zählen konnte. Als 2016 eine kostspielige Reparatur am „Uhrenmobil“ anstand, gab er das Fahrzeug endgültig ab – der Name jedoch blieb bestehen.

So besonders das Werkstatt-Wohnmobil auch war, auf das Tagesgeschäft hatte es damals bereits keinen Einfluss mehr. Die Kundschaft fand längst ihren Weg nach Aplerbeck. Dank seines guten Rufs und der geringer werdenden Zahl an Uhrmachern wuchs die Nachfrage fast kontinuierlich. „Ich wurde mit Reparaturen zugeschüttet. Ich hatte kaum noch Durchblick“, sagt er lächelnd. Dass der Beruf keine Zukunft habe, glaubt er trotz Onlinekonkurrenz nicht. Wer heute eine Ausbildung mache und sich selbstständig mache, habe nach seiner Einschätzung „Arbeit ohne Ende“. Seit zwölf Jahren setzte er in seiner kleinen Werkstatt an der Wittbräucker Straße täglich Uhren aller Art instand – von großen Wanduhren bis zu feinen Armbanduhren.

Erst vor etwa einem Jahr, längst im Rentenalter, kamen erste Gedanken an den Abschied aus dem Beruf auf. Hinzu kamen gesundheitliche Beschwerden. Bewegung an der frischen Luft helfe, sagt er, doch langes Sitzen in der Werkstatt sei zunehmend belastend geworden. Mit 72 Jahren zieht er nun die Konsequenz. Nach fast sechs Jahrzehnten im Beruf möchte er sich zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.

Traurige Nachricht für Freunde und Kunden
Die Reaktionen seiner Kundschaft haben ihn spürbar bewegt. Viele hätten traurig reagiert, erzählt er. Es gab Wein, Schokolade, Pralinen – und sogar ein Uhrenbuch, „damit ich mich im Ruhestand mal über Uhren informiere“, sagt er lachend. Solche Gesten zeigen ihm, dass er vieles richtig gemacht hat. Schlechte Erfahrungen habe es kaum gegeben: „Einmal hat mich jemand reingelegt. Sonst hatte ich nur tolle Kunden.“

Seine Werkstatt in Aplerbeck wird nun von einem befreundeten Trödler vollständig geräumt und besenrein übergeben. Was danach mit dem Ladenlokal geschieht, ist noch offen. Für ihn selbst beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, frei von Terminen, Fristen und Zahlen. Er freut sich auf Spaziergänge mit seinem Hund und auf kleine Bastelprojekte. „Ich habe noch eine alte Drohne und Modellkram. Mal sehen, was davon noch fliegt.“

Zum Abschied blickt Franz-Josef Ramhab dankbar zurück. Eine winzige Träne und ein leises Schmunzeln begleiten seine Worte: Er habe ein schönes Berufsleben gehabt – voller Geschichten, Begegnungen und Vertrauen. Was bleibt, ist ein Stück Dortmunder Handwerksgeschichte und das Gefühl, dass dieser Uhrmacher weit mehr hinterlässt als korrekt laufende Zeiger.

Teilen62Tweet39senden

Weitere Artikel

Der neue Harzbelag wird guten Halt bieten, auch bei nassem Wetter. (Symbolfoto/Archiv: Wir in Dortmund)
Dortmund

Auf der Veloroute 1 (Eving – Innenstadt) entsteht noch in diesem Jahr eine neue Fahrradstraße

vor 8 Stunden
(Symbolfoto: Wir in Dortmund)
Dortmund

NACHTRAGSMELDUNG ZU: Schnittverletzung: Mann verstirbt in Wohnung in Dortmund-Wickede

vor 12 Stunden
(Archivfoto: Wir in Dortmund)
Dortmund

Kampagne für Olympische und Paralympische Spiele in KölnRheinRuhr startet am Dortmunder U

vor 12 Stunden
(Symbolfoto: freepik)
Dortmund

DEW21 senkt Preise in der Grundversorgung

vor 1 Tag
REWE-Kaufmann Pascal Winterberg freut sich über den Neustart im REWE Basecamp. (Foto: REWE Dortmund)
Dortmund

Frischer Wind im REWE Basecamp in Dortmund: REWE-Kaufmann Pascal Winterberg stellt sich vor

vor 1 Tag
Die Uzwei Solarpunk-Ausstellung zeigt Kunst zu Zukunftsideen.
(© Bernd-Mielich)
Dortmund

uzwei im Dortmunder U: Finissage der Solarpunk-Ausstellung lädt zur Performance über Zukunftsversprechen

vor 1 Tag
Weitere Artikel laden

Beliebte Artikel

  • Heute geht es wieder los mit dem Rodelspaß am Rodenbergpark in Aplerbeck. Wem das zu viel Action ist, kann sich auch an Feuerstellen bei einem Glühwein aufwärmen. (Foto: Tobias Klotz)

    Winterglühen und Rodelspaß in Aplerbeck: Glühwein, Lichter und Action

    340 teilen
    Teilen 136 Tweet 85
  • Brotmanufaktur in Wichlinghofen geschlossen

    346 teilen
    Teilen 138 Tweet 87
  • Der „Präsi“ tritt ab!

    185 teilen
    Teilen 74 Tweet 46
  • Neues Gastroangebot bei DEW21

    177 teilen
    Teilen 71 Tweet 44
  • Nächste Veränderung an der Harkortstraße

    171 teilen
    Teilen 68 Tweet 43
  • Dortmund hat jetzt einen „Lieblingszahnarzt“

    624 teilen
    Teilen 250 Tweet 156

Stadtmagazine
Wir in Dortmund

Arminiusstraße 1
44149 Dortmund

GESCHÄFTSZEITEN
Mo – Fr: 09:00 – 18:00 Uhr

  • 0231 427808-0
  • E-Mail senden
  • WhatsApp senden

Aktuelle Videos

Video läuft

Zurück zu Hause

Erstmal zu lernen, wie der neue Einsatzort „tickt“: Diesen Schritt kann Michael Bahrs getrost überspringen.
(Foto: Wir in Dortmund)

Zurück zu Hause

Lüdo
Die Gesundheitswissenschaftlerin für Psychotherapie, Madita Fischer, hat in Dortmund-Hörde ein Angebot für chronisch kranke Menschen geschaffen. (Foto: Wir in Dortmund)

Etwas Leichtigkeit in herausfordernden Zeiten

Dortmund
Oliver Fock, Michael Strohmenger (Geschäftsführer CineStar), Matthias Teroerde (Theaterleiter CineStar Dortmund) und Bürgermeisterin Ute Mais führten durch das frisch renovierte Kino.

(Foto: Maike Hufenbach)

Modernisiertes CineStar Dortmund eröffnet

Dortmund
Elias Ernst und sein Ausbilder Kai Waschke im TGA-Labor: Ein
praxisnaher Lernort für Heizung, Lüftung, Klima und Gebäudeautomation bei Opländer. (Fotos: Wir in Dortmund)

Dortmunder Azubis: Louis Opländer GmbH in Hörde

Dortmund
(v.l.) Kunsthistorikerin Anette Ochsenwadel, Lisa Marie Nau(Künstlerin und Marketing der ARTe Kunstmesse) und Bürgermeisterin Ute Mais.(Foto: Wir in Dortmund)

„Kunst nah erleben“ auf der ARTe Kunstmesse

Dortmund
Um die 70 historische Automobile fuhren am Sonntag die Rundstrecke des Hohensyburg-Rennen. (Foto: Wir in Dortmund)

100 Jahre Hohensyburg-Rennen

Dortmund
Mit tatkräftiger Unterstützung an seiner Seit kümmert sich Steffen Eich in den letzten Tagen vor Eröffnung der Pilina Lodge am Freitag um diverse Vorbereitungen. (Foto: Wir in Dortmund)

Pilina Beach wird zu Pilina Lodge

Huckarde
Nach fast zwei Monaten Renovierungen eröffnete am 23. Oktober die Dortmunder SportScheck Filiale wieder. (Foto: Wir in Dortmund)

SportScheck eröffnet Flagship Store in Dortmund

Dortmund
Viele Menschen suchen Platz für ihr Sachen, Jean Pierre Klod hat dafür unter anderem in seiner Heimatstadt Dortmund eine Lösung parat. (Foto: Wir in Dortmund)

Neuer Container-Storage in Dortmund

CityWest
Feuer begreifen – Verantwortung lernen: Die DASA lädt zur Entdeckungsreise in eine neue Ausstellung ein. (Fotos: Wir in Dortmund)

FEUER – Faszination, Gefahr und Fortschritt: Neue interaktive Ausstellung in der DASA Dortmund

CityWest

Aktuelle Ausgaben

Facebook Instagram Youtube
Gewinnspiele • Jobs • Kontakt • Datenschutz • Impressum
Copyright © 2025 WIR IN DORTMUND | Magazin • Online • Video. Alle Rechte vorbehalten.
Keine Artikel
Alle Suchergebnisse anzeigen
  • Dortmund
    • Alle Nachrichten
    • Auto & Mobilität
    • Fußball
    • Gesundheit
    • Kunst & Kultur
    • Politik
    • Recht & Steuern
    • Sport
    • Wirtschaft & Technik
  • CityWest
  • Huckarde
  • Mengede
  • Lüdo
  • Hörde
  • Hombruch
  • Aplerbeck
  • Videos

  • Werbung
  • Gewinnspiele
  • Kontakt

Copyright © 2024 WIR IN DORTMUND | MAGAZIN • ONLINE • VIDEO