An der Sulpkestraße in Dortmund-Berghofen steht Ende Juli eine Zwangsversteigerung eines größeren Wohnhauses an. Das Objekt befindet sich im Stadtbezirk Aplerbeck und soll im Rahmen einer sogenannten Teilungsversteigerung versteigert werden. Hintergrund ist die Aufhebung einer Gemeinschaft beziehungsweise Erbengemeinschaft. Ansprechpartner für Interessierte werden in solchen Verfahren in der Regel nicht benannt.
Laut den veröffentlichten Unterlagen handelt es sich um ein voll unterkellertes, zweigeschossiges Zweifamilienhaus mit ausgebautem Dachgeschoss, einem eingeschossigen Anbau mit Satteldach, einer Garage sowie einem kleinen Stallgebäude in Massivbauweise. Das Grundstück an der Sulpkestraße 45 umfasst rund 640 Quadratmeter. Die offiziell angerechnete Wohnfläche liegt bei etwa 174 Quadratmetern.
Ruhige Wohnlage in Berghofen
Das Haus befindet sich in einer Sackgasse im Dortmunder Ortsteil Berghofen. Das Viertel gilt als ruhig und ist überwiegend von freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern geprägt. Im Gutachten wird die Lage als „ausgesprochen ruhig“ beschrieben. Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindergärten befinden sich laut Unterlagen in der näheren Umgebung. Auch die Anbindung an die B236 sowie Richtung Innenstadt gilt als günstig.
Das ursprüngliche Wohnhaus stammt aus dem Jahr 1906. Im Laufe der Jahre wurden laut Gutachten verschiedene Modernisierungen vorgenommen, unter anderem bei Fenstern, Heizungsanlage und Leitungen. Gleichzeitig werden aber auch einige Mängel genannt. So wurden unter anderem Feuchtigkeit im Keller, kleinere Fassadenrisse, ein Mauerwerksriss im Obergeschoss sowie Schäden am Kamin festgestellt. Ein Energieausweis lag zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht vor. Zudem gibt es für den Ausbau des Dachgeschosses offenbar keine bauordnungsrechtliche Genehmigung. Die Räume wurden deshalb nicht auf die offizielle Wohnfläche angerechnet, flossen aber teilweise in die Bewertung des Hauses ein.
Verkehrswert bei 483.000 Euro
Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige Michael Beisemann ermittelte im Gutachten einen Verkehrswert von 483.000 Euro. Grundlage dafür waren unter anderem das Sachwert- und Vergleichswertverfahren. Der Bodenwert des Grundstücks wurde mit bis zu 207.000 Euro angesetzt. Im Gutachten wird außerdem darauf hingewiesen, dass das Grundstück weiterhin erschließungsbeitragspflichtig ist. Ob künftig noch Beiträge erhoben werden, sei derzeit allerdings offen. Positiv bewertet wurden unter anderem die ruhige Lage, der große Gartenbereich sowie der insgesamt gute Zustand des Gebäudes. Hinweise auf Altlasten oder bergbaubedingte Schäden ergaben sich laut den Unterlagen nicht.
Versteigerung Ende Juli
Die Zwangsversteigerung findet am Freitag, 24. Juli 2026, um 8.30 Uhr am Amtsgericht Dortmund statt. Verhandelt wird in der Nebenstelle am Gerichtsplatz 1 in der dritten Etage, Sitzungssaal 3.301. Das Aktenzeichen lautet 273 K 108/22.

















