Die „feine Grenze, an der ein Mensch vom Subjekt zum Objekt wird“, möchte er mit seinen Bildern ausloten, erläutert Frank Schinski. Zu diesem Zwecke hat der Fotojournalist über einen Zeitraum von mehreren Jahren unterschiedliche Bewerbungssituationen in mehreren europäischen Ländern dokumentiert. Dabei spiegeln die Werke des 50-Jährigen immer wieder die Mechanismen von Verhaltenskontrolle, Selbstdarstellung und -disziplinierung während dieser möglicherweise so maßgeblichen Momente im Leben der Bewerber*innen.
Gleichzeitig unterstreicht die Wiederholung des stets Gleichen bzw. Ähnlichen das Surreale der beinahe durchchoreografiert wirkenden Situationen. Die 40 einzeln gehängten Arbeiten offenbaren ebenso wie eine Serie mit über hundert Kleinformaten Schinskis feines Gespür für Licht und Farbe. Flankiert wird beides durch eine vier Projektionen umfassende, wandfüllende Medieninstallation.
er Künstler gehört seit 2009 dem Berliner Fotografie-Kollektiv „Ostkreuz“ an. „Aiming High“ fasst erstmals alle im genannten Zusammenhang von ihm erstellten Werke in einer einzigen Ausstellung zusammen.
Zu finden ist diese im 2. Stock der Arbeitsschutz-Ausstellung und wird vom 21. November bis zum 31. März 2026 zu den regulären Öffnungszeiten am Friedrich-Henkel-Weg gezeigt.
Der Eintritt ist im DASA-Ticket (Standard: 6 EUR) enthalten.

















