Ein Ort für Nachbarschaft, Erholung, Austausch, Kultur und Spiel, den hat die Koordinierungsstelle „nordwärts“ der Stadt nun zum ersten Mal in Dortmund als „Summer Street“ umgesetzt. Im Vorfeld wurden sich drei Standorte angeschaut, mit Anwohner*innen gesprochen, eine Online- Umfrage gestartet und ausgewertet. Die Saarlandstraße sollte es schließlich werden. Dazu wurde der ca. 50 Meter langer Abschnitt an der ‘Bude116einhalb’ vorübergehend umgestaltet. Gestern, am 29. Juli, wurde sie offiziell durch die Bezirksbürgermeisterin Christiane Gruyters eröffnet.
Für fünf Wochen soll der Bereich als Treffpunkt für die Nachbarschaft werden, dafür wurden im Vorfeld Sitzmöbel aufgestellt, die von „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ zur Verfügung gestellt worden waren. Außerdem wurden Blumenkästen gepflanzt und ein Parkverbot verhängt. Der gesamte Bereich wird für die kommenden Wochen zu einer verkehrsberuhigten Zone umgewandelt.
Was passiert auf einer „Summer Street“?
Die Sommerstraße soll ein freier Raum der Gestaltung sein. Die Verantwortlichen haben hierfür verschiedene Aktionen geplant: „In dem Zeitraum bis zum 1. September finden hier unterschiedliche Dinge statt. Wir werden immer mal wieder von Seiten der Stadt kleinere Aktionen anbieten und so kleine Impulse sozusagen geben, also vielleicht mal irgendwie ein Workshop oder einen Infostand”, erklärt uns Moritz Niermann von “nordwärts“ vor Ort. Der Grundgedanke sei aber vor allem die Interaktion mit Anlieger*innen und Nachbarschaftsgruppen: „Dass die Menschen, die hier wohnen oder die hier auch arbeiten, auch selbst noch Ideen einbringen und sich zusammenschließen können, sagen können ‘hey sollen wir nicht mal noch Projekt A, B oder C zusammen machen?'”, berichtet Niermann weiter. Am Eröffnungstag wurden zur Vernetzung bereits Zettel mit QR Codes rumgereicht, um einer WhatsApp Gruppe beizutreten und sich mit anderen Anwohner*innen auszutauschen.
Vom gemeinsamen Abendessen über Workshops bis hin zu Mitmach- und Informations-Angeboten rund um das Thema Nachbarschaft, und Angeboten zum nachhaltigen Leben, welche die Stadt anbieten will – vieles ist möglich auf der Summer Street!
Wer sich mit einer Idee vorstellen möchte, kann das auf einfachem Weg über die Webseite https://www.dortmund-nordwaerts.de/summerstreet machen oder eine Aktion per Mail an (Stichwort „Summer Street Saarlandstraße“) oder telefonisch unter 0231 50-28208 einreichen.
Ein Konzept aus Skandinavien
In Städten wie Stockholm oder in Finnland ist das Konzept schon weit verbreitet, aber auch München ist weit vorne, was die Idee einer Summer Street angeht. Jetzt probiert die Koordinierungsstelle „nordwärts“ die Idee erstmals in Dortmund aus. Wissenschaftlich begleitet wurde der Beteiligungsprozess vom Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der FH Dortmund.

















