Die Uhr tickt unerbittlich runter für Dortmunds möglicherweise bunteste und möglicherweise kleinste Kunstgalerie: Noch zwei Ausstellungen, und das Kunstbonbon wird Geschichte sein. Um zum aktuellen Thema überzuleiten, könnte man allerdings auch schreiben: Nicht mehr lange, und der Adler ist gelandet.
Wer nämlich aktuell zu den Öffnungszeiten seine Schritte an die Chemnitzer Straße lenkt, begegnet dort Vögeln – wenngleich weniger von der majestätischen und mehr von der schrägen Sorte. Was sich dann auch konsequent im Ausstellungstitel fortsetzt: „Fünf Fögel“ versammelt Zeichnungen und komische Kunst von Ari Plikat, Lotte Wagner, Jens Maria Weber, Jan Golebiowski und Samy Challah. Ein facettenreiches Quartett auch was den beruflichen Hintergrund betrifft: Samy Challah verdient sich seine Brötchen nicht zuletzt als Schauspieler, während Jan Golebiowski bei Dortmunds Philharmonikern als Solo-Hornist performt.
Gemeinsam ist ihnen der Sinn fürs Surreale, für schräge Dinge und für schrägen Humor. Weswegen die Werke der „Fögel“ dann auch ausgesprochen unakademisch daherkommen und stattdessen über mal absurd-grotesken und mal naiv-niedlichen Charme verfügen. „Neugier und Schaffensdrang“ lautet die Antwort der Fünf auf die Frage, was sie verbindet.
Sich hiervon selbst ein Bild zu machen ist im Kunstbonbon an der Chemnitzer Str. 11 seit wenigen Tagen und noch bis zum 18. April möglich. Öffnungszeiten: dienstags 13 bis 18 Uhr, freitags 15 bis 18 Uhr und samstags 12 bis 15 Uhr.
Und danach? Geht das Kunstbonbon tatsächlich auf seinen allerletzten Flug. Aber eins nach dem anderen!

















