Im Dortmunder Kreuzviertel entsteht derzeit ein neues Gastronomieprojekt im Namen der japanischen Küche. „Edo Jidai“ heißt das Restaurant, das von Nguyen und Pham, einem Paar aus Magdeburg, betrieben wird. In der Heimat hat ihre Familie seit vielen Jahren ein erfolgreiches japanisches Restaurant geführt. Nun wagen sie den Schritt nach Dortmund – und wollen hier ein Konzept umsetzen, das sich von der bekannten japanischen Küche unterscheidet.
Im früheren Chuzo-Standort an der Kleinen Beuerhaustraße 26 laufen seit Wochen die Renovierungen. Vieles wird neu gestaltet: Wände, Farben, Möbel und Maschinen. „Wir wollen uns an den traditionellen Farben Japans orientieren und es trotzdem modern halten“, betonen sie im Gespräch mit der Redaktion. Von den Decken hängen schon kunstvolle Fische aus Papier – ein Handwerk gefertigt in Vietnam. Der Name steht.

Mehr als Sushi
Kulinarisch verspricht Edo Jidai eine klare Ausrichtung. Während viele japanische Restaurants in Deutschland ihren Schwerpunkt auf Sushi legen, wollen Nguyen und Pham ein breiteres Angebot an authentischen Warmspeisen etablieren. Auch Sushi soll es geben, jedoch mit besonderem Fokus auf Qualität und Frische. Der Umgang mit Fisch sei anspruchsvoll, erklären sie. „Dafür achten wir auf spezielle Kühlsysteme und kurze Lagerzeiten“, erklärt der 28-Jährige.
Die Mittagskarte ist, als wir sie vor Ort treffen, bereits weitgehend vorbereitet und bereichert in Zukunft das Angebot unter der Woche. Klar ist: Neben Sushi wird es Udon-Gerichte, viel Fisch, aber auch vegetarische Optionen und ein kleines Kinderangebot geben. Als Dessert bieten sie die bekannten Mochis, Klebereis mit Mango, Eis und mehr an. Dazu kommt ein Sortiment aus Rot- und Weißwein und landestypischen japanischen Getränken. „Wir wollen aber bewusst eine kleine Auswahl anbieten, aber dafür auf Qualität achten“, betont der Inhaber.
Eröffnung Mitte Dezember
Die Eröffnung ist für den 15. Dezember geplant. Eine große Feier wird es nicht geben, sie wollen aber Nachbarn, Partner und langjährige Bekannte am ersten Tag einladen. Für den Sommer planen die Betreiber die Außenterrasse umzugestalten und für den nächsten Winter eventuell auch einen Wintergarten zu bauen. Auch ein Lieferdienst soll in Zukunft angeboten werden.
Das Chuzo in Dortmund war jahrelang ein beliebtes Tapas-Restaurant, das am 14. Oktober den Betreib plötzlich beendete. Ein Grund für die Schließung wurde nicht bekanntgegeben


















