„Mask & Music“ ist zurück auf der Bühne des Audimax, und im Gepäck hat das Ensemble – wie üblich – jede Menge Live-Musik, temperamentvolle Tanz-Choreographien und große Emotionen. Wobei allerdings ihr neues Bühnenstück „Pippin – Die Kunst des Lebens“ auch durchaus ein Wagnis darstellt, präsentiert das Musical über einen jungen Prinzen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens doch durchaus ein paar kontroverse Charaktere.
Genau dies aber, verrät Ensemble-Mitglied Katrin Stoffeln, habe die Truppe auf der Suche nach neuen Geschichten eher gereizt. Gleichzeitig entschied man sich erstmals für ein ganz besonderes „Zusatz-Feature“: Wer mag, kann sich jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn ein paar einleitende Worte über Entstehungsgeschichte und Kontext des 1972 uraufgeführten Broadway-Musicals anhören.
Die Handlung selbst ist dann als „Stück im Stück“ über den rat- und rastlosen Sohn Karolinger-Prinzen angelegt, der sogar dann nicht seine Erfüllung findet, als er sich selbst die Herrscherkrone aufs Haupt setzen darf.
Eingebettet ist all das in eine Inszenierung, die in klassischer Broadway-Manier viel Raum sowohl für sentimentale als auch für die bunteren, lauteren Momente schafft. Bei Letzteren ist die ganze Bühne in Bewegung zu den Klängen des eigenen Symphonie-Orchesters unter der Leitung von Jonathan Bücker, das sich auch beim neuesten Streich von „Mask & Music“ sämtlichen musikalischen Ausdrucksformen souverän gewachsen präsentiert.
Zweimal siebzig Minuten Theater-Spaß serviert Dortmunds (immer noch Hobby-) Musical-Truppe ihrem Publikum im großen Hörsaal der TU und bringt dabei so viel Professionalität über die Rampe, wie man sie wohl nur mit großem Spaß am Tun hinbekommt. Insofern erfreulich, dass die 2023 vorgenommene Weichenstellung beibehalten wurde und der immerhin gut zehn Monate Vorbereitung erfordernde Spaß nicht nach zwei Wochenenden bereits wieder komplett vorbei ist: Auch bei „Pippin – Die Kunst des Lebens“ hat das Ensemble den Audimax nämlich für insgesamt acht Vorstellungen gebucht, von denen die Hälfte im kommenden Jahr über die Bühne geht.
Beginn ist am 24., 25. und 31. Januar sowie am 1. Februar jeweils um 18 Uhr. Es sei denn, man schnappt sich das eine oder andere vom Büffet und gönnt sich auch die beschriebene „Ouvertüre“ im Foyer, für die sich 30 Minuten zuvor ein (Mini-)Vorhang hebt.

















