An Verlässlichkeit sollte es Politiker*innen eigentlich gelegen sein, sei es nun aus Verantwortungsgefühl, aus PR-Gründen oder einer Mischung aus beidem. Uwe Kiskers Resümee allerdings lautet mittlerweile: „Man hat uns Räuberpistolen erzählt!“
Was der Dorstfelder damit meint, ist schnell zusammengefasst: Die vom ehemaligen Orenstein & Koppel-Belegschaftsmitglied angestoßene Initiative, einen historischen Bagger aus dem Hause O&K in renoviertem Zustand als Industriedenkmal in Sichtweite der A40 zu platzieren, traf über die letzten zwei Jahre auf offizieller Seite immer wieder auf Wohlwollen und Zustimmung. Sowohl der scheidende Stadtdirektor Jörg Stüdemann etwa als auch der damals frischgebackene neue OB Alexander Kalouti und die stellv. Bürgermeisterin Ute Mais machten, teils auch vor Kameras, aus ihrer Begeisterung für Uwe Kiskers Idee keinen Hehl, und Stadtrat Jörg Stüdemann sendete nach Worten des Projekt-Initiators mehrfach Signale, einem Happy End stehe eigentlich nichts mehr im Wege.
Politisch in Gang gesetzt allerdings wurde aller positiven Bestätigung zum Trotz nie etwas, auch auf der Tagesordnung der letzten Ratssitzungen fehlte eine Beschlussvorlage zum Thema „Bagger-Denkmal“ komplett. Für Kisker auch deshalb frustrierend, da der 64-Jährige und seine Mitstreiter – durch das Feedback beflügelt – von April bis November 2025 jede Menge Arbeitsstunden in die Wiederaufbereitung eines alten RH5 steckten. Der steht seither in einer Bövinghauser Lagerhalle nicht nur nutz- und beschäftigungslos rum, sondern macht dem dortigen Firmenchef, Baustoffhändler Andreas Küchler, auch den Arbeitsalltag schwerer: Schließlich hat das rot lackierte „Schätzchen“ imposante Ausmaße. Last but not least würde sich auch das Dortmunder Nahverkehrsmuseum freuen, bekäme es sein leihweise zur Verfügung gestelltes Konstruktionsgestell eines nicht zu fernen Tages zurück.
Die Zeit drängt also, und Wortmeldungen politischer Unterstützer gibt’s überraschenderweise schon länger keine mehr, Jörg Stüdemann ist in naher Zukunft “nur noch” Privatier. Uwe Kisker befürchtet daher, sein tonnenschwerer Traum könne wie eine Seifenblase zerplatzen.

















