Den Flug nach Mallorca, zur ersten Hälfte ihrer Yoga-Ausbildung, hat Nadine Merkes bis heute in Erinnerung — vor allem die Aufregung davor, sich überhaupt auf dieses Abenteuer einzulassen. Die Ausbildung selbst, sagt sie rückblickend, fiel ihr dann leichter als der Mut, hinzufahren. Heute, einige Jahre später, steht die 37-Jährige in ihrem eigenen Studio an der Beurhausstraße 53 — und hat sich damit einen Wunsch erfüllt, den sie eigentlich immer schon hatte.
Eigentlich ist Nadine Merkes gelernte Erzieherin, zuletzt arbeitete sie als stellvertretende Leitung und als Fachkraft für Sprachförderung. Zum Yoga kam sie über eine schwierige persönliche Phase: Nach einer Trennung suchte sie nach Sinn und merkte mit der Zeit, dass sie diesen nicht in Beziehungen oder im Außen finden konnte, sondern nur in sich selbst. 2018 begann sie ihre Ausbildung, geprägt von einem strengen indischen Lehrer, frühmorgendlichen Stillephasen, stundenlanger Praxis, Philosophie und Mantrengesang. 2019 meldete sie ihr Gewerbe an und ist seitdem selbstständig — lange Zeit mit angemieteten Räumen, ohne festen Ort.
Der Wunsch nach etwas Eigenem war immer da, trat durch die Familiengründung aber zeitweise in den Hintergrund. Den entscheidenden Anstoß gab schließlich ein Coaching: Aus dem Bild, sie wolle „einen Raum für Frauen schaffen”, wurde der Entschluss, ein echtes Studio zu eröffnen. Im vergangenen Oktober fand sie trotz zahlreicher Mitbewerber die passenden Räume in zentraler Lage, zufällig ein Ort, an dem es schon einmal ein Yoga-Angebot gegeben hatte.

Mehr als Yoga
Wer CASA – Home of Her für ein reines Yoga-Studio hält, greift zu kurz. Nadine Merkes versteht ihren Raum als ganzheitliches Gesundheits- und Wellnessstudio für Frauen. Geleitet vom Grundgedanken, dass sich jede abholen soll, was sie gerade braucht. Yoga steht für die körperliche Haltung im Alltag, eine Massage für die Momente, in denen man einfach nur empfangen und nicht reden möchte, ein Coaching für mentale Impulse, wenn es gerade nicht weitergeht.
Selbst unterrichtet Merkes vor allem Vinyasa-Yoga, ergänzt um ruhigere Yin-Elemente; das Schwangerschafts-Yoga ist ihr Herzstück, gewachsen aus der eigenen Mutterschaft. Damit das Angebot breiter wird, holt sie gezielt Expertinnen ins Boot: Auf dem Programm stehen unter anderem Soundbath mit Kristallklangschalen, Qigong, Achtsamkeit, Reiki, Selbstverteidigungskurse für Frauen und Kinder sowie Vorträge zu Themen wie Finanzen und Empowerment. Feste Kurse geben neben Nadine Merkes auch ihre Schwägerin Jenny Merkel sowie Zoe und Maya. Langfristig träumt die Gründerin von einem größeren Konzept mit mehreren Räumen oder einem angeschlossenen Café.
Open House am 21. Juni
Wer CASA kennenlernen möchte, hat dazu am 21. Juni von 10 bis 16 Uhr Gelegenheit: Beim Open-House-Event öffnet das Studio seine Türen, es gibt kostenlose Yoga-Einheiten und die Möglichkeit, in die Atmosphäre des Raums einzutauchen.
Feste Öffnungszeiten gibt es ansonsten nicht — das Studio ist zu den Kurszeiten oder nach Terminvereinbarung geöffnet. Yoga-Stunden und Workshops lassen sich über die App Eversports buchen, Massagen und Coachings über den Kalender. Eine Probestunde kostet 12 Euro, die Einzelstunde 19 Euro, dazu gibt es 5er-, 10er- und 20er-Karten. Zum Start läuft außerdem ein CASA-Opening-Angebot: einen Monat lang alle Kurse ausprobieren für 39 Euro.
Studio CASA, Beurhausstraße 53, Dortmund. Infos und Buchung über Instagram (@studiocasadortmund) und die Website.

















