Seit Ende 2024 fehlt auf dem Spielplatz an der Helmutstraße in Dorstfeld ein Spielgerät – ein Ersatz ist nach Angaben der Stadt frühestens 2027 zu erwarten. Das geht aus einer ausführlichen Stellungnahme hervor, die die Stadt Dortmund auf Nachfrage zu den Verzögerungen gegeben hat. Trotz der frühen Beauftragung am 3. Mai 2024 gibt es bislang jedoch weder konkrete Entwürfe noch konkrete Planungen für neue Spielgeräte.
Als Gründe nennt Pressereferentin Schürmann vor allem die hohe Zahl laufender Projekte im gesamten Stadtgebiet. „Die Vielzahl der Projekte im gesamten Stadtgebiet wird von einer begrenzten Zahl Mitarbeiter*innen abgearbeitet. Hier entstehen zwangsläufig Wartezeiten“, erklärt sie. Jugendamt und Grünflächenamt würden die Maßnahmen gemeinsam priorisieren.
Zugleich betont die Stadt, dass Spielplätze nicht „einfach“ mit Geräten aus einem Katalog ausgestattet werden könnten. „Oft müssen aufgrund der neuen Luftbilder der Alliierten, die seit 2018 vorliegen, Kampfmittelsondierungen vorgenommen werden“, so Schürmann. Hinzu komme das pädagogische und thematische Konzept eines Spielplatzes. „Was wird gebraucht? Welches Spielgerät macht Sinn?“, beschreibt sie die Fragen, die vor einer Planung geklärt werden müssten.
Erst danach könnten Ausschreibungen vorbereitet und Vergabeverfahren durchgeführt werden. Anschließend kämen noch die Lieferzeiten der Hersteller hinzu. „Mindestens sechs Monate müssen hier gerechnet werden, weil die Hersteller – anders als früher – nur noch wenige Spielgeräte in Lagern vorhalten“, erklärt Schürmann. Viele Geräte würden inzwischen erst nach Bestellung produziert.
Hundewiese statt Spielplatz?
Während auf neue Spielgeräte gewartet wird, beobachten Anwohnerinnen und Anwohner offenbar zunehmend Hunde auf der Fläche. Frau Schürmann stellt jedoch klar: „Der Platz ist nach wie vor Spielplatz.“ Dieser werde regelmäßig gereinigt, gepflegt und kontrolliert. Zudem seien weiterhin einzelne Spielgeräte vorhanden.
Auch bei der Nutzung durch Hunde bleibt die Stadt deutlich. „Hunde sind auf städtischen Spielplätzen nicht gestattet. Wer dennoch sein Tier auf der Fläche laufen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit“, erklärt Schürmann. Der Hinweis sei inzwischen an den Kommunalen Ordnungsdienst weitergegeben worden. Zudem werde geprüft, ob das Problem dort bereits bekannt sei.
Für viele Familien dürfte die Aussicht auf eine mögliche Fertigstellung erst im Jahr 2027 dennoch ernüchternd sein. Auch die Stadt räumt ein, dass die lange Wartezeit aus Sicht von Kindern und Eltern nachvollziehbar problematisch sei.

















