Der hierzulande renommierteste Wettbewerb für die hellen – und neugierigen – Nachwuchs-Köpfe ging im Februar in seine aktuelle Runde und verwandelte die Energiehalle der DASA ein weiteres Mal in ein Schaufenster für junge Tüftler und ihre Ideen. Die erste Bestandsaufnahme deutete dabei auf einen ziemlich guten Jahrgang hin, waren die Anmeldezahlen doch so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Ins Rennen gingen die insgesamt 47 Projekte in zwei Alterskategorien sowie sieben Fachgebieten von Arbeitswelt über Biologie bis hin zu Technik.
Die sehr diversen Konzepte umfassten dabei sowohl komplexe Themen wie die Analyse kosmischer Strahlung als auch schräge Ideen wie die Entwicklung sprechender, fahrender Müllroboter für den Schulalltag.
Fünf Beiträge griff sich die 23-köpfige Jury letztlich als besonders preiswürdig heraus. Echte Elite-Qualitäten wies in diesem Zusammenhang das Gymnasium Holthausen Hattingen nach: Mit dem breitesten Projekt-Spektrum aller Schulen an den Start gegangen, schnappte sich die Schule aus der Ruhrstadt gleich drei Auszeichnungen. Die gab es u. a. für die Entwicklung einer App, welche spielerisch die möglichst sinnvolle Nutzung von KI fördern will. Oder für die 14-jährigen Schulkameraden Paul Mainusch und Fynn Aust, die ein effizientes und biologisch abbaubares Waschmittel aus Efeu ertüftelten.
Auch Dortmunds Schulen gelang ein Eintrag in die Siegerlisten, und dieser Ruhm gebührte Arvid Lübbe und Adrian Steitz vom Leibniz-Gymnasium. Das Duo hatte sich, eingebettet in den dortigen „Science Club“ seit knapp anderthalb Jahren mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich Wasser aus Atemluft gewinnen lässt. Der von ihnen entwickelte Apparat schafft mittels Kondensation mittlerweile rund 300 ml / Tag – deutlich keimfreier übrigens, als es gewöhnliches Leitungswasser ist, wie Adrian unterstrich. Im Ziel sehen sich die beiden, die sich für ihr Projekt im Übrigen vom Film „Dune“ hatten inspirieren lassen, übrigens noch nicht: Sowohl bei der Leistungsfähigkeit als auch hinsichtlich des Gewichts glauben sie an weiteres Entwicklungspotential.
Für sie wie auch alle anderen Preisträger geht es jetzt beim Landeswettbewerb in Bochum weiter, der Bundesentscheid schließlich steigt am 31. Mai in Herzogenaurach. Unabhängig vom weiteren Verlauf allerdings dürfte klar sein: Das Tüftel-Fieber wird den Nachwuchs-Forschern auch weiter erhalten bleiben, ist das ganze doch eine Frage der Neugier und der Leidenschaft.

















