Ein ungewöhnliches Musical- und Chorprojekt war es, das Ende Februar in Dortmunds Westfalenhalle gastierte. Und obwohl das Event nicht mit prominenten Namen trumpfte, blieb kaum ein Platz auf den Rängen und im Innenraum leer.
Sicherlich auch deswegen, weil Dortmund die Uraufführung von „Judith und das Wunder der Schöpfung“ erlebte: Eines Stücks, das sich mit den Herausforderungen des Klimawandels sowie den Widrigkeiten von Zivilcourage auseinandersetzt, dabei allerdings der Hoffnung eine Hauptrolle einräumt. Zudem wird die Geschichte von Judith und ihrer Familie angenehmerweise ohne erhobenen Zeigefinger und allzu sentimentalen Zuckerguss erzählt.
Gut, die Songs des Abends spiegelten den „klassischen“ Musical-Sound unserer Tage wider: Angenehm zu hören also, und gleichzeitig ohne die ganz individuelle Handschrift. Dass all das auf Dortmunds Konzertbühne Nr. 1 trotzdem eindrucksvoll über die Rampe kam, lag an etwas anderem: Hatte sich das Orga-Team der Stiftung Creative Kirche für die Veranstaltung doch die Dienste von über 70 Chören und somit mehr als dreitausend Stimmen gesichert: Keine schlechte Idee, wo es doch nicht zuletzt galt, den Wert der Solidarität musikalisch zu feiern. Das gelang in der Tat stimmgewaltig, langanhaltender Schlussapplaus war der verdiente Lohn.

















