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Home Dortmund Auto & Mobilität

Fahrbericht: Lada Vesta SW

von Wir in Dortmund (SK)
vor 8 Jahren
in Auto & Mobilität
Lesezeit: 3 Minuten
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Der Lada Vesta ist Sinnbild für eine neue Zeitrechnung beim russischen Autobauer und jetzt auch mit einer praktischen Kombiversion (SW) in Deutschland erhältlich. Seitdem der Lada-Mutterkonzern AutoVAZ zu Renault-Nissan-Gruppe gehört, sind die zahlreichen positiven Veränderungen zu früheren barocken Modellen unübersehbar.

Mindestens 12.990 Euro kostet die 106 PS starke Einstiegsversion „Basis“. Für den Vesta SW in Top-Ausstattung „Luxus“ werden gut 16.000 Euro abgerufen – dann aber mit beeindruckender Ausstattung. Doch was taugt der Russen-Kombi? Stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis? Auto Aktuell nahm den Lada Vesta SW in gehobener Ausstattung „Luxus“ genauer unter die Lupe.

 

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Fahrbericht: Lada Vesta SW
Fahrbericht: Lada Vesta SW
Fahrbericht: Lada Vesta SW
Fahrbericht: Lada Vesta SW
Fahrbericht: Lada Vesta SW

Niemand geringerer als der ehemalige Mercedes- und Volvo Designer Steve Mattin hat die markante Blechhaut des Lada Vesta SW kreiert. Das Design ist frisch, „X-Spangen“ an den Seiten und im Kühlergrill verleihen dem 4,41 Meter langen Kombi ein durchaus markantes Aussehen. Die abfallende Linie des Dachs, die Haiflossen-Antenne und die dreieckige D-Säule betonen das sportlich dynamische Aussehen, das durch die horizontal angeordneten pfeilförmigen Rückleuchten und schicke 16 Zoll Leichtmetallfelgen noch stärker betont wird. Die Türen öffnen weit und fallen vergleichsweise satt ins Schloss. „Der könnte locker auch als Opel oder Ford durchgehen“, denken wir, umso länger wir den russischen Newcomer begutachten.

Moderner und praktischer Innenraum
Im Cockpit herrscht angenehme Ordnung. Wir stellen fest: In Zeiten von teils überbordender Elektronik bringt dieser Kombi für das entspannte Mobilsein alles mit – nicht mehr, aber keinesfalls weniger. Das Bild prägen gut ablesbare, analoge Anzeigen und ordentliche Materialien, die sich recht angenehm anfassen. Das Multifunktionslenkrad ermöglicht die problemlose Bedienung des Tempomats, Radios und der Freisprecheinrichtung bei bestehender Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone. Das Multimediasystem mit 7 Zoll Farbdisplay verrichtet ordentlich seinen Dienst, das Einparken fällt dank Rückfahrkamera und Parksensoren am Heck leicht. Nachteil: Bedingt durch die ungeschützte Lage am Heck verschmutzt diese schnell. Das hätte man besser lösen können.

Viel Platz auf der Rückbank und im Kofferraum (Gepäckvolumen 480 Liter) wird vor allem Familien gefallen. Und wie es sich für einen Russen gehört: Selbst bei arktischen Temperaturen bleibt der Popo vorne und im Fond schön warm – dank ordentlich powernder Sitzheizung. Im Kofferraumboden finden sich zwei geräumige Stauboxen mit diversen Unterteilungen. Dazu kommen ein weiteres offenes Staufach an der Seite, Haken zum Verzurren von Transportgut sowie eine 12-Volt-Steckdose. Der Hammer: Ganz unten im Stauraum finden wir sogar ein waschechtes Reserverad – herrlich!

Und sonst? Neben ABS, ESP, Berganfahrhilfe, einer Frontscheibenheizung und einem tadellos arbeitenden Licht- und Regensensor verwöhnt uns unser Vesta SW auch mit einer Klimaautomatik inklusive Vorwahltemperatur. Elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, Nebelscheinwerfer, ein elektrische Fensterheber vorn und hinten sind obligatorisch an Bord. Das ist ordentlich.

Gewöhnungsbedürftige Automatik
Auf dem Asphalt zeigt der Vesta SW ausgewogene Fahreigenschaften. Der 1,6 Ltr.-Motor (16V) leistet 106 PS – ein Wildfang ist der Saugmotor beileibe nicht, aber wir kommen vernünftig voran. Unser Testfahrzeug ist gut gedämmt, auch bei Richtgeschwindigkeit 130 können wir die Freisprechanlage vernünftig nutzen. Schlechte Wegstrecken steckt der Russe klaglos und entspannt weg. Besonderes Augenmerk legen wir auf das automatisierte 5-Gang Getriebe, das Lada innerhalb der Vesta-Familie optional anbietet.

Dieses wählt flexibel aus einer Vielzahl voreingestellter Programme das zum Fahrverhalten optimal geeignete Programm aus, egal ob sportlich dynamisch oder passiv sparsam. Cool: Das Getriebe kann auch per Hand geschaltet werden. Wir übernehmen die Kontrolle und schalten die Gänge über die Wippfunktion am Schalthebel nach unserem Fahrstil selbst – ganz easy. Einziger Wermutstropfen: Das automatisierte Getriebe löst beim Schaltvorgang ein unvermeidliches „Kopfnicken“ des Fahrzeugs aus. Nach einiger Zeit haben wir uns daran gewöhnt.

Fazit: Auf seine Art wirkt der Vesta auf uns simpel und sympathisch. Der Kombi ist ein ehrliches Alltagsauto für preisbewusste Käufer. Mehr will er auch nicht sein.

Kraftstoffverbrauch: 6,5–6,9/8,5–9,4/5,3–5,5 l/100 km (kombiniert/innerorts/außerorts), CO2-Emission g/km: 148–157, Effizienzklasse: D–E, EURO 6b

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