Wie entstehen eigentlich die technischen Pläne, nach denen Häuser auf Baustellen errichtet werden? In unserer neuen Serie stellen wir Ausbildungsberufe vor, in denen junge Menschen aus Dortmund ihren Weg gehen. Einer von ihnen ist Elias Ernst. Er macht seine Ausbildung zum Technischen Systemplaner bei der Louis Opländer GmbH in Hörde – und erklärt, warum ihn dieser Beruf seit dem ersten Praktikum nicht mehr losgelassen hat.
Elias war gerade 16 Jahre alt, als er nach seinem Schulabschluss eingestiegen ist. Heute ist er im vierten Lehrjahr und plant technische Anlagen für Heizungs-, Lüftungs- oder Sanitärprojekte. Seine Aufgabe: Pläne zeichnen, Bauteillisten zusammenstellen und dafür sorgen, dass auf der Baustelle alles nach Plan umgesetzt werden kann. Besonders gerne entwirft er Lüftungsanlagen – das Programm dafür, sagt er, mache einfach Spaß. Seine Freunde verstehen zunächst oft nicht, was sein Beruf bedeutet. Erst wenn er sagt, er sei „so etwas wie ein technischer Zeichner“, wird es klarer. Sein Bruder dagegen ist begeistert und blättert sogar freiwillig durchs Tabellenbuch – die sogenannte „Bibel der Systemplanung“.

Vom Praktikum zum Traumberuf
Elias kam über ein Schulpraktikum zu Louis Opländer. Dort merkte er schnell, dass der Beruf genau zu ihm passt. Die Mischung aus Technik, Präzision und praktischer Anwendung gefiel ihm sofort. Was den Beruf für ihn besonders macht? Dass seine Arbeit später auf der Baustelle sichtbar wird und genau so umgesetzt wird, wie er es geplante hat. Dazu kommt die Verantwortung: In den Plänen muss alles korrekt dargestellt sein, damit später niemand lange suchen muss, wenn zum Beispiel Leitungen ergänzt oder Bauteile ersetzt werden müssen.
Auch sein Ausbilder Kai Waschke weiß, worauf es ankommt. Zwölf Technische Systemplaner und Systemplanerinnen arbeiten aktuell bei Louis Opländer, drei davon sind Auszubildende. Gute mathematische Kenntnisse, räumliches Vorstellungsvermögen und Interesse an Technik reichen als Grundlage – Begeisterung für den Beruf sei aber das Wichtigste. Die Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre, ein bis zwei Tage pro Woche verbringen die Azubis in der Berufsschule.
Zwischen Stadion, Planungstisch und Berufsschule
Louis Opländer betreut Anlagen in großen und kleinen Projekten – vom Signal Iduna Park bis zur Pharmaindustrie. Elias’ Arbeitsalltag beginnt mit Kaffee und Mails, danach folgen Teamabsprachen, Zeichnungen, Bauteillisten und die Vorbereitung von Unterlagen für die Montage auf der Baustelle. Wenn sich Änderungen ergeben, wird im Team nachgesteuert – bis der finale Plan an die Baustelle geht.
Elias schätzt die Mischung aus Teamarbeit, Technik und Verantwortung. Seine Familie unterstützt ihn – und manchmal staunen Freunde, wenn sie hören, wo überall seine Pläne landen. Und genau darum geht es in unserer Serie: junge Dortmunderinnen und Dortmunder, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben und zeigen, wie vielfältig Ausbildung heute sein kann.
















