Philipp Bracht aus Dortmund hat zusammen mit seinen Mitgründern Leon Schumacher und Michel Schrick eine App gebaut, für eine Berufsgruppe, die jeden Tag auf Deutschlands Autobahnen unterwegs ist und trotzdem digital oft allein gelassen wird: Lkw-Fahrer.
Was steckt dahinter?
Die Idee ist eigentlich simpel. Fernfahrer verbringen ihre ganze Woche auf der Straße und müssen sich ständig fragen: Wo kann ich heute Nacht parken? Wo gibt es eine Dusche? Wo esse ich? cargovibe beantwortet genau diese Fragen. Fahrer sehen live, welche Stellplätze gerade frei sind und können diese nach Möglichkeit reservieren. Klingt unspektakulär, ist im Alltag aber ein echter Unterschied. Dahinter steckt eine größere Vision: eine Plattform, die Fahrer, Speditionen und Infrastruktur zusammenbringt. KI-gestützt, alles in einer App.
25.000 Euro Preisgeld und Wachstum in Sicht
Beim Gründungswettbewerb Start2Grow haben sie Platz zwei gemacht und 25.000 Euro Preisgeld mitgenommen. Das Geld ging direkt in die Entwicklung und in Reisen, denn zuletzt waren sie viel vor Ort bei Kunden und auch auf Messen, wie der LogiMat in Stuttgart. „Wenn ich viel unterwegs bin und die Botschaft verbreite, kostet das auch immer ein bisschen Geld”, sagt Philipp. Gestartet sind sie in Münster, unterstützt vom REACH Euregio Startup Center. Nach erfolgreichen Tests mit Pilotpartnern, ist cargovibe mittlerweile deutschlandweit mit den ersten Kunden im Livebetrieb.

Was kommt als nächstes?
Ihr Ziel ist es in Zukunft weiter bei Fahrern und Speditionen vor Ort zu sein und ein Bewusstsein für die Thematik zu schaffen. Gleichzeitig wollen sie weiter wachsen: mehr Fahrer, mehr Partner, irgendwann in ganz Europa. Der Plan ist klar. Jetzt muss er nur noch aufgehen.
















