„Die Gesundheit und Verfügbarkeit unserer Spieler ist ein zentraler Erfolgsfaktor im Profifußball.“ Mit diesen Worten kündigt Lars Ricken als Geschäftsführer Sport bei Borussia Dortmund ein besonderes Projekt im unmittelbaren Umfeld des Trainingsgeländes in Brackel an: Die BVB-Gesundheitswelt.
Zusammen mit dem Universitätsklinikum Essen plant der Verein auf 7.400 Quadratmetern ein Zentrum mit 5.000 Quadratmetern Praxisfläche, verteilt auf die Fachbereiche Sportmedizin, Orthopädie, Kardiologie und Radiologie. Das gemeinsame Projekt soll laut BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer „weit über die Versorgung unserer Profis hinausgehen und Teil einer modernen, verantwortungsvollen Gesundheitsversorgung sein“. Zunächst aber, so Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Aufsichtsratsvorsitzende der Universitätsmedizin Essen, wolle man „die medizinische Betreuung der Profis auf ein neues Niveau heben“, um dann „im zweiten Schritt die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region zu verbessern“. Gleichzeitig soll die neue Gesundheitswelt der medizinischen Forschung dienen.
In der Diagnostik, der Prävention, der Aktubehandlung sowie der Rehabilitation soll das Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin der Universitätsmedizin Essen in Brackel eine wesentliche Rolle spielen. „Gemeinsam wollen wir zeigen, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz nicht nur Schlagworte bleiben, sondern Prozesse verschlanken und die Gesundheitsversorgung konkret verbessern“, betonte Prof. Dr. Jochen A. Werner, der als Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen das Klinikum inzwischen verlassen hat. An den Start gehen soll die Gesundheitswelt jedoch frühestens im Jahr 2027.

















