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Home Dortmund

Der entscheidende Punkt

Auf wackeliger Tabellenspitze starten die BVB-Frauen wieder in den Ligabetrieb

von Wir in Dortmund (PS)
vor 1 Jahr
in Dortmund, Fußball
Lesezeit: 3 Minuten
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Die Hallenstadtmeisterschaften haben die BVB-Frauen erneut für sich entschieden. (Fotos: Stephan Schütze/Wir in Dortmund)

Die Hallenstadtmeisterschaften haben die BVB-Frauen erneut für sich entschieden. (Fotos: Stephan Schütze/Wir in Dortmund)

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Mit großem Respekt blickte Marcel Merkel vor der aktuellen Saison auf die kommenden Spiele in der Westfalenliga. Und noch immer lehnt sich der Teammanager der BVB-Frauen nicht zurück, obwohl seine Mannschaft nach der Hinrunde an der Tabellenspitze steht. Denn der Vorsprung vor Blauweiß ist gerade einmal einen Punkt groß.

Diesen einen Punkt müsse man “so lange verteidigen, bis wir Schalke hinter uns lassen”, zeigt Merkel sich zielstrebig. Gleichzeitig winken Pokalspiele und die Vorbereitung hat sich wegen der gesperrten Fußballplätze um eine knappe Woche verschoben – umso mehr Dampf ist nun gefordert, so der Teammanager: “Wir haben nicht viel Zeit, um durchzuatmen.” Das jedoch betrachtet er auch als Chance, “schnell zusammenzuwachsen”. Zu diesem Zweck ist trotz der Termindichte auch ein Team-Event geplant, denn “das große Ziel”, das bei den BVB-Frauen erneut “Aufstieg” heißt, sei nur mit einer eng verbundenen Mannschaft zu erreichen.

Die Herausforderung aus Iserlohn und der Gegner aus Gelsenkirchen
Auch der Weg zur Erstplatzierung ist keineswegs glatt verlaufen. So starteten die Borussinnen mit einer Niederlage gegen den FC Iserlohn in die Saison, den Merkel bereits im Vorfeld als sehr herausfordernden Gegner erkannt hatte. Es folgten diverse Ausfälle wegen Verletzungen, sodass Trainer Thomas Sulewski bei kaum einem Spiel auf den vollen Kader zurückgreifen konnte. Bei der Begegnung mit Schalke dann “nicht nachlegen zu können”, kostete den BVB den Derby-Sieg, und die Mannschaften fuhren mit einem Unentschieden nach Hause.

Der entscheidende Punkt
Paula Reimann brachte den BVB bei der Niederlage gegen Iserlohn zunächst in Führung.

“Frauenfußball beleben”: Die Hallenstadtmeisterschaften
Da man sich um seinen Kader sorgte, ging das Team mit einem gewissen Bauchgrummeln in die Endrunde der Hallenstadtmeisterschaften. Denn Fußballerinnen kennen sich auf dem Fußballplatz aus, die Bewegungen in der Halle sind ungewohnt, entsprechend hoch ist das Verletzungsrisiko. Einzig Julia Gödecke, die Futsal im Leistungsbereich gespielt habe und nun Teil der zweiten Mannschaft beim BVB sei, bewege sich in der Halle wirklich sicher, so Merkel.

Der entscheidende Punkt

Dennoch “freuen wir uns natürlich immer, dabeisein zu können”, betont der Teammanager, insbesondere seit auch die Hallenstadtmeisterschaften der Frauen in der Helmut-Körnig-Halle ausgetragen würden. “Auf Kunstrasen, vor großem Publikum”, trage das Turnier einen großen Teil dazu bei, “dass der Frauenfußball wirklich belebt wird”. Gerade in diesem Zusammenhang sollte der BVB Merkels Ansicht nach nicht fehlen, bildeten die Schwarzgelben doch besondere Anziehungspunkte in der Halle an der Strobelallee. Und bei allen ideelen Zielen war den Frauen auch die schlichte Freude über den erneuten Sieg bei den Stadtmeisterschaften anzusehen.

Die “Verzahnung” unter den BVB-Fußballerinnen
Für das Turnier in der Körnighalle hatte die Teamleitung ordentlich durchgemischt. Das kannten die Frauen jedoch bereits aus dem Ligabetrieb, gab es doch drei Spielerinnen der zweiten Mannschaft, “die immer wieder zum Kader der 1. Mannschaft gehört haben”, erzählt Merkel. Auch, was den Altjahrgang der U17 betreffe, sei “die Verzahnung sehr eng”. Regelmäßig trainieren die jungen Spielerinnen in den Frauenmannschaften mit, je nach Leistung in der Ersten oder der Zweiten. Auf diese Weise will der BVB einerseits seine Spielerinnen entwickeln und für die Frauenmannschaften eine gute Basis schaffen. Andererseits benötigt man laut Merkel für ein effektives Training schlicht um die 20 Spielerinnen, weshalb die Jugendlichen immer wieder aushelfen.

Der entscheidende Punkt
Marie Grothe trumpfte gegen Flaesheim mit gleich drei Toren.

Schalke wartet im April
Von der Jugend unterstützt und verstärkt durch die beiden neuen Spielerinnen Annika Enderle und Dana Marquardt starten die Frauen nun wieder in den Ligabetrieb. Los geht es nach einigen Freundschafts- und Pokalspielen am 23. Februar gegen den SuS Concordia Flaesheim, der sich dem BVB in der Hinrunde 0:8 geschlagen geben musste. Schalke steht für die Borussinnen dann am 27. April um 15 Uhr wieder auf dem Spielplan, diesmal mit Heimvorteil. Vielleicht waren es auch am 1. Dezember die Fans, die zu Hause hinter ihrer Mannschaft standen, als der BVB den herausfordernden FC Iserlohn mit 2:0 besiegte.

 

 

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