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Home Dortmund

Großes Engagement für Sport, Gesundheit und im Vereinswesen: OB Kalouti überreichte vier Verdienstorden

von Wir in Dortmund (SK)
vor 11 Monaten
in Dortmund
Lesezeit: 5 Minuten
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Herzlichen Glückwunsch zum Verdienstorden: OB Alexander Kalouti (Mitte) gratulierte (v. l.) Detlef Englich, Werner von Rüden, Manfred Hagedorn und Dr. Hans Lemke.
(Foto: Stadt Dortmund / Stephan Schütze)

Herzlichen Glückwunsch zum Verdienstorden: OB Alexander Kalouti (Mitte) gratulierte (v. l.) Detlef Englich, Werner von Rüden, Manfred Hagedorn und Dr. Hans Lemke. (Foto: Stadt Dortmund / Stephan Schütze)

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Drei engagierte Dortmunder und ein Wittener sind am 21. November mit Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

Oberbürgermeister Alexander Kalouti überreichte Detlef Englich, Manfred Hagedorn und Dr. Hans Lemke im Rathaus das Verdienstkreuz am Bande. Werner von Rüden wurde mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet.

Detlef Englich
Detlef Englich wurde für sein jahrzehntelanges Engagement im Sport ausgezeichnet. Mehr als 45 Jahre lang war Englich selbst als Ringer aktiv. In dieser Zeit hat er viele Medaillen erkämpft und zahlreiche Meistertitel gewonnen. Dreimal wurde er Polizeieuropameister.

Bereits als 24-Jähriger wurde Englich zum Geschäftsführer des „KSV Witten 07“ gewählt, anschließend war er insgesamt 26 Jahre lang Vorsitzender des Vereins. Während dieser Zeit machte sich der Verein einen Namen in Deutschland und Europa. Unter seiner Leitung und Mitwirkung fanden zahlreiche Turniere auf Landes- und Bundesebene statt sowie zweimal die Junioren-Europameisterschaften. Heute ist Englich Ehrenvorsitzender des „KSV Witten 07“ und Träger des Sportehrenzeichens der Stadt Witten. Er hat einen erheblichen Anteil daran, dass Witten zum Landes- und Bundesleistungsstützpunkt sowie Olympiastützpunkt Ringen wurde.

Für Talentförderung setzte sich Detlef Englich auf Vorstandsebene und als Trainer ein. Er organisierte Arbeitsgemeinschaften an Schulen und initiierte Grundschul-Meisterschaften. Über die Vereinsarbeit hinaus ist Detlef Englich seit 1972 als Fachschaftsleiter Ringen im Sportverband Witten tätig. Außerdem war er von 1992 bis 2000 Jugendreferent im Ringer Verband Nordrhein-Westfalen und von 2000 bis 2005 Vizepräsident des Deutschen Ringer-Bundes. Seit 2014 ist er Nachwuchs- und Leistungssportbeauftragter des Stadtsportverbandes Witten.

Englich war bis zu seinem Ruhestand 2010 Dozent an der Hochschule für Polizei und Öffentliche Verwaltung. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Die Familie teilt seine Leidenschaft zum Ringen – seine Begeisterung hat er bereits an die nächste Generation weitergegeben.

Manfred Hagedorn
Manfred Hagedorn hat durch sein Engagement im Turnsport auszeichnungswürdige Verdienste erworben. 1976 trat er in die Dortmunder Turn-Gemeinde (DTG) ein und engagierte sich von Anfang an für den Nachwuchs: Er wurde Übungsleiter und Trainer, initiierte und leitete Ferienfreizeiten. Die Jugendgruppen fuhren in die Dortmunder Partnerstadt Novi Sad im ehemaligen Jugoslawien, nach Spanien und nach Südtirol. 1980 begann er mit der Traineraus- und -weiterbildung. 1992 wurde er Abteilungsleiter der Dortmunder Turn-Gemeinde, zwei Jahre später Vizepräsident. Seit 1998 und bis heute ist er Präsident des Vereins.

Hagedorn initiierte den Bau eines der ersten Bewegungskindergärten in Nordrhein-Westfalen: Die Kita „Wirbelwind“ wurde 2003 gegründet und von der gemeinnützigen „Fördergesellschaft für Jugend, Gesundheit und Sport“ betrieben, deren Geschäftsführer Hagedorn ist. Seit 2013 ist Manfred Hagedorn Präsident des Westfälischen Turnerbundes. In dieser Funktion ist er zugleich Mitglied im Verbandsrat und im Hauptausschuss des Deutschen Turner-Bundes (DTB).

Darüber hinaus war Hagedorn Initiator und Gründungsmitglied der 1986 ins Leben gerufenen Kunstturnvereinigung 1986 e.V. (KTV) – ein Zusammenschluss aus Dortmunder Turnvereinen mit dem Ziel, junge Talente im Leistungssport individuell zu fördern. Von 1997 bis 2002 war er als ehrenamtlicher Lehrwart Mitglied im Präsidium des Stadt-Sport-Bundes Dortmund. Er baute vor allem das Aus- und Weiterbildungsangebot des SSB Dortmund erheblich aus und war Ideengeber für viele Weiterbildungsformate im sportpraktischen Bereich.

Manfred Hagedorn ist zudem Mitbegründer und bis heute Geschäftsführer des Vereins zur Förderung innovativer Schulentwicklungen in Dortmund e. V. (schul.inn.do). Der Verein wurde 2001 als Bildungsnetzwerk gegründet. Durch Hagedorns Engagement hat der Verein in der Bildungslandschaft ein hohes Ansehen erreicht und steht als Garant für Teilhabe und Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen. Das Kinder- und Jugendtechnologiezentrum (Kitz.do), die Bildung und Begleitung für junge Zugewanderte sowie ein Bildungsstipendium für Grundschulkinder und ihre Familien sind Beispiele für bemerkenswerte und beispielgebende Projekte des Vereins.

Das Verdienstkreuz am Bande ist nicht seine erste Ehrung: Hagedorn ist bereits Träger der Ehrenplakette des Stadtsportbundes, der Ehrennadel des WTB in Silber und Gold und der Sportplakette des Landes NRW.

Manfred Hagedorn ist verheiratet und hat drei Kinder. 2015 hat er Geflüchtete aus Rumänien und Georgien bei sich zu Hause beherbergt und sie bei ihrer Integration in jeder Hinsicht unterstützt. Bis zu seinem Ruhestand 2023 war er bei der Stadt Dortmund beschäftigt und leitete die Schulverwaltung.

Dr. Hans Lemke
Der Arzt Dr. Hans Lemke wurde für sein Engagement im Gesundheitswesen ausgezeichnet. Bis zu seinem Ruhestand 2020 war er als Leitender Notarzt des Dortmunder Rettungsdienstes tätig. Nebenberuflich engagierte er sich intensiv dafür, Wissen in der Notfallmedizin zu vermitteln. Als Dozent der Rettungsassistentenschule sowie als Mitglied der Prüfungskommission für die Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ gab er seine Kenntnisse und Erfahrungen weiter.

Darüber hinaus ist Dr. Lemke Mitglied in vielen Verbänden. Als langjähriges Vorstandsmitglied der „Arbeitsgemeinschaft der Notärzte in Nordrhein-Westfalen“ (AGNNW), aktives Mitglied der „Arbeitskreise Pyramidenprozess Notfallsanitäter“ und in der „Dortmunder Gesundheitskonferenz“ setzte er sich unermüdlich dafür ein, rettungsdienstliche Strukturen und die Qualität rettungsdienstlicher Leistungen weiterzuentwickeln.

Dr. Hans Lemke war es immer ein großes Anliegen, sein Wissen aus der Notfallrettung direkt an die Menschen weiterzugeben. Er wollte ihnen Mut machen, in Notsituationen sicher zu handeln – und dafür sorgen, dass schnelle Ersthilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Dafür organisierte er unter anderem mit dem Stadtfeuerwehrverband Dortmund e.V., mit Dortmunder Praxisgemeinschaften und der Initiative „Herzergreifend“ e.V. über mehrere Jahre die Aktionswochen „Prüfen – Rufen – Drücken – Dortmund rettet Leben!“. Für die mittlerweile etablierte „Woche der Wiederbelebung“ in Dortmund übernimmt Lemke die federführende Organisation – und sorgt so dafür, dass Grundkenntnisse zur Wiederbelebung auch an Schülerinnen und Schüler weitergegeben werden.

Auch über die Grenzen Deutschlands hinaus engagiert sich Hans Lemke im Gesundheitswesen. Im Juni 2007 war er als deutscher Vertreter bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) tätig.

Als führendes Mitglied des Vereins „Unterstützung der medizinischen Versorgung Ghana e.V.“ engagiert er sich für die langfristige medizinische Entwicklungshilfe in einer der ärmsten Regionen der Welt. Dazu gehören der Material-Transfer und die Ausbildung von medizinischem Personal durch Hospitationsmöglichkeiten. Der Verein unterstützt ein Krankenhaus in Ghana, das Kings Medical Centre (KMC) in Tamale. Hans Lemke kümmerte sich bei zwei mehrwöchigen Aufenthalten um die Einführung und Verstärkung eines Reanimationstrainings, um Hygienestandards sowie um die Verbesserung der OP-Techniken.

Außerdem unterstützte er das Management des KMC in einem Werteworkshop. Er spendete privat für den Verein und kümmert sich vor Ort um Sachspenden für das Krankenhaus. In Deutschland betreut er die Hospitanten aus Ghana.

Ein Herzensanliegen von Hans Lemke ist die medizinische Versorgung obdachloser Menschen in Dortmund. Ehrenamtlich stellt er seine ärztliche Hilfe den Wohnungslosen zur Verfügung, die vom Gast-Haus – Ökumenische Wohnungsloseninitiative e. V. betreut werden.

Werner von Rüden
Werner von Rüden wurde für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement zum Wohl der Allgemeinheit mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Mehr als 40 Jahre lang engagierte sich von Rüden im Vorstand des Aplerbecker Imkervereins. Von 1983 bis 2021 war er nonstop im Vorstand tätig, zudem wirkte er acht Jahre lang als Bienengesundheitssachverständiger. In dieser Zeit organisierte er unter anderem die Umgestaltung eines von einem Altimker vererbten Grundstücks zu einem Bienen- und Naturgarten mit Naturlehrpfad. Der Bienengarten in Berghofen ist heute zum Zentrum des Vereinslebens geworden.

Zahlreiche Besuchergruppen führte er bereits durch den Lehrbienenstand. Grundschul- und Kitakinder, Delegationen örtlicher Sportvereine oder interessierte Passanten konnte von Rüden für die Bienenhaltung sensibilisieren – und damit ebenso für die übergeordneten ökologischen Zusammenhänge und die Bedeutung der Artenvielfalt. 2019 konnte der Imkerverein ca. 490 Gäste begrüßen; im Jahr 2021 zählte man trotz Corona fast 200 Besuchende.

Werner von Rüden hat sich verdient gemacht um die Pflege und den Erhalt des Lehrbienenstands, des Lehrpfads, der Schauvölker und der zugehörigen Räume. Fast 25 Jahre lang begleitete er neue Imkerinnen und Imker in Kursen und Schulungen und bildete sie aus.

 

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