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Home Dortmund

H-Bahn bekommt fünften Wagen

von Wir in Dortmund (SK)
vor 1 Monat
in Dortmund, Hombruch
Lesezeit: 2 Minuten
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(Foto: DSW21)

(Foto: DSW21)

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Die H-Bahn-Flotte wird mit einem fünften Fahrzeug verstärkt. Der damit verbundene Zuwachs an Flexibilität und Kapazität gewährleistet einen noch stabileren Betrieb. Mit einem Fahrzeug mehr kann DSW21 nämlich bei Wartungen, Reparaturen und Instandhaltungen deutlich flexibler agieren – ohne, dass diese den Linienbetrieb berühren. Direkte Auswirkungen auf das bestehende Fahrplan-Angebot hat das neue Fahrzeug nicht.

H-Bahn-Betreiber DSW21 hat die umfangreiche Testphase des neuen Wagens kürzlich abgeschlossen. Seitdem ist das neue Fahrzeug, das optisch von den übrigen kaum zu unterscheiden ist, regulär im rund 3,2 Kilometer langen Liniennetz am Universitäts-Campus unterwegs.

Besonderes Engagement sorgt für Projekterfolg
DSW21-Betriebsleiter Ralf Habbes hebt die Leistung der Mitarbeitenden bei der Fertigstellung des Fahrzeuges hervor: „Der Wagenkasten war vom eigentlichen Hersteller. Aber viele andere Komponenten sind in Eigenregie entstanden und mitunter selbst gefertigt und montiert worden. Einige Kollegen sind tief in die Materie eingetaucht und haben mit ihrem besonderen Engagement dafür gesorgt, dass wir das Projekt erfolgreich abschließen konnten.“

DSW21-Mitarbeitende haben am rund neun Meter langen und neun Tonnen schweren Fahrzeug beispielsweise Fenster ein- und die Fahrwerke zusammengebaut. Auch bei der Elektrifizierung und Antriebstechnik waren sie federführend, zudem wurde in Eigenregie ein verbesserter Fahrzeug-Rechner konzipiert.

Der neue Wagen ist ein Nachbau der bestehenden Fahrzeug-Generation. Dass bei seiner Fertigung zahlreiche technische und organisatorische Herausforderungen zu bewältigen waren und DSW21 mitunter in die Rolle des Fahrzeugbauers schlüpfen musste, hatte einen triftigen Grund: Der ursprüngliche Fahrzeugbauer ging nach der Beauftragung im Jahr 2014 gleich zwei Mal insolvent – die Ursache dafür lag allerdings in dessen wirtschaftlichem Umfeld und nicht beim H-Bahn-Fahrzeug. Unterstützung erhielt DSW21 in dieser schwierigen Phase sowohl vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als auch von der Technischen Aufsichtsbehörde.

Schienenersatzverkehr gehört der Vergangenheit an
Wie wertvoll das neue Fahrzeug ist, unterstreicht Elmar Middeldorf, Leiter des Bereichs „H-Bahn“ bei DSW21, mit Hilfe eines aktuellen Beispiels: „Ende 2025 hatte eines unserer Fahrzeuge einen Unfall und befindet sich weiterhin im langwierigen Reparatur-Prozess. Seitdem mussten wir auf einer kurzen Teilstrecke einen Ersatzverkehr mit einem Bus einrichten. Das ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, aber natürlich auch für unsere Fahrgäste nicht optimal. Mit einem Fahrzeug mehr in der Hinterhand können wir nun direkt wieder den bekannten Normalbetrieb anbieten.“

Und Middeldorf ergänzt: „Bei der Fertigung des fünften Fahrzeuges haben wir wertvolle Erfahrungen gesammelt und auch schon einige kleinere Weiterentwicklungen vorgenommen. Dies war punktuell somit bereits ein Vorgriff auf die kommende neue Fahrzeug-Generation, die wir auf der zu bauenden Teststrecke entwickeln wollen. Das ist ein willkommener Nebeneffekt.“

DSW21 will bekanntermaßen die H-Bahn-Strecke ausbauen und vom Universitäts-Campus bis zur Stadtbahn-Haltestelle »Theodor-Fliedner-Heim« in Barop verlängern. Die erste, rund 800 Meter lange Strecke des ersten Bauabschnitts soll zugleich als Teststrecke für die neue Fahrzeug-Generation dienen. In dem System sollen alle Funktionen der Zugsicherung, des autonomen Fahrens, des Stellwerks und der Steuerung hocheffizient integriert werden. DSW21 will dies auf Basis eines bereits bestehenden Systems, das bislang für die Steuerung und den Betrieb von S- und U-Bahnen eingesetzt worden ist, entwickeln und so einen ganz neuen Standard für H-Bahnen etablieren.

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