Das Sommerwetter ist wieder da – mit hohen Temperaturen, die für ältere Menschen schnell zur Gefahr werden können. Das Johanniter-Haus Hörde informiert über vorbeugende Maßnahmen und gibt praktische Empfehlungen, wie Seniorinnen und Senioren die heißen Tage sicher überstehen.
„Die Hitze stellt für unsere Bewohnerinnen und Bewohner jedes Jahr eine besondere Herausforderung dar“, sagt Doreen Werner, Einrichtungsleiterin im Johanniter-Haus Hörde. „Deshalb ist es uns wichtig, rechtzeitig zu sensibilisieren und Tipps zu geben, die auch zuhause einfach umsetzbar sind.“
Laut Bundesamt für Gesundheit kam es im letzten Sommer erneut zu mehreren tausend hitzebedingten Todesfällen, ein Großteil davon betraf Menschen über 65 Jahre. Grund dafür ist unter anderem, dass ältere Personen Wärme schlechter regulieren können, weniger schwitzen und oft ein vermindertes Durstgefühl haben.
So schützen sich ältere Menschen effektiv vor Hitze
Die Pflegeexpertinnen und -experten im Johanniter-Haus Hörde setzen in der heißen Jahreszeit auf bewährte Maßnahmen – Einrichtungsleiterin Doreen Werner nennt die wichtigsten Tipps:
- Regelmäßig trinken: Auch ohne Durst mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich – ideal sind stilles Wasser oder Kräutertees bei Zimmertemperatur. Eiskalte Getränke sind zu vermeiden.
- Ernährung anpassen: Leichte, wasserreiche Lebensmittel wie Zucchini, Joghurt, Obst oder Suppen belasten den Kreislauf weniger. Kleine Portionen über den Tag verteilt sind besser als schwere Mahlzeiten.
- Kühle Kleidung und Sonnenschutz: Helle, lockere Kleidung aus Naturfasern schützt vor Überhitzung. Beim Aufenthalt im Freien ist ein Sonnenhut Pflicht, ebenso wie Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor.
- Wohnräume kühl halten: Fenster und Rollläden tagsüber geschlossen halten, nur morgens und abends gründlich lüften. Feuchte Tücher oder ein kühles Fußbad bringen zusätzliche Erleichterung.
- Anstrengungen vermeiden: Körperliche Aktivitäten in die Morgenstunden oder den Abend legen. Während der Mittagshitze gilt: Schatten suchen, ausruhen und den Körper nicht überfordern.
Achtung bei Warnzeichen – rechtzeitig handeln
„Besonders gefährlich ist es, wenn erste Warnsignale ignoriert werden“, betont Doreen Werner. Zu den typischen Symptomen bei Überhitzung zählen Schwindel, starke Erschöpfung, Kopfschmerzen, trockene Haut oder Verwirrtheit.
„In solchen Fällen sollte sofort gehandelt werden: Viel trinken, ausruhen, den Körper kühlen – und unbedingt Angehörige oder den Hausarzt informieren“, so Doreen Werner weiter. „Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel medizinische Hilfe holen als zu wenig.“
Mit guter Vorbereitung, bewusster Selbstfürsorge und Unterstützung durch Angehörige oder Betreuungspersonal lassen sich auch heiße Sommertage sicher und angenehm überstehen.

















