Wo früher das Restaurant QuBi vietnamesische Fusion-Küche anbot, weht seit wenigen Tagen ein ganz anderer Wind. Vicky Phan, 31 Jahre alt und seit 2009 in Deutschland, hat das Lokal in der Dortmunder Innenstadt übernommen und gemeinsam mit ihrer engen Vertrauten Linh Vu in ein japanisches Restaurant verwandelt.
„Überall gibt es Fusion“, sagt Phan. Ihr Vater betreibt in Köln und der Grenzregion zu den Niederlanden mehrere Lokale, und so liegt die Gastronomie ihr gewissermaßen im Blut. Doch statt in die Fußstapfen der Familie zu treten, wollte sie etwas Eigenes wagen – und etwas Anderes. Die Wahl fiel auf japanische Küche: „Wir lieben die japanische Kultur und das japanische Essen“, erklärt Phan. Und das zeigt sich nicht nur auf der Karte.
Ramen, Katsudon und die Feinheiten der japanischen Küche
Das Angebot umfasst Klassiker wie Sushi und Ramen, aber auch Gerichte, die hierzulande noch weniger bekannt sind. Besonders am Herzen liegt dem Team das Katsudon – nicht in der europäischen Version mit Curry, sondern in der japanischen Originalvariante mit einer eigenen Soße. „Wir möchten unseren Gästen auch erklären, was die japanische Küche wirklich ausmacht“, sagt Phan. Der Koch hat eigens einen Kurs absolviert, Zutaten und Gewürze werden so weit wie möglich aus japanischen Quellen bezogen.
Den Anspruch beschreibt Phan klar: nicht 100 Prozent authentisch, aber so nah wie möglich dran. Das Interieur des Lokals haben die beiden Frauen in Eigenregie umgestaltet – heller, wärmer, einladender als der Vorgänger. „Jemand hat zu uns gesagt, es sieht aus wie ein familiengeführter Laden. Das hat uns sehr gefreut“, erzählt Linh Vu.
Ein Motto als Programm: Ichigo Ichie
Das japanische Sprichwort „Ichigo Ichie“ – frei übersetzt: „Jeder Moment ist einzigartig“ – ist das Motto des Restaurants. Für Phan und Vu ist es mehr als eine Phrase. Die beiden Frauen lernten sich vor drei Jahren kennen, entwickelten eine enge Freundschaft und schließlich gemeinsam dieses Konzept. „Wir teilen die gleiche Liebe zum Essen, besonders zu japanischem Essen“, sagt Vu, die trotz ihrer Festanstellung von Beginn an als Phans rechte Hand am Aufbau beteiligt war.
Das Restaurant in der Balkenstraße 10 hat seit vergangener Woche geöffnet. Platz bietet es für rund 48 Personen im Innenbereich sowie für mehr als 60 Gäste auf der Terrasse. Geöffnet ist montags bis samstags von 12 bis 22 Uhr, die Küche schließt 30 Minuten früher. Sonntag ist Ruhetag. Zur Eröffnung gibt es noch für eine weitere Woche einen Rabatt von zehn Prozent. Eine Zusammenarbeit mit dem Lieferdienst Wolt ist in Vorbereitung.

















