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Home Dortmund

Kröten, Frösche und Molche wandern wieder – Autofahrende sollen Rücksicht auf Amphibien nehmen

von Wir in Dortmund (SK)
vor 2 Monaten
in Dortmund
Lesezeit: 2 Minuten
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Eine Erdkröte an der Kirchhörder Straße. (© Stadt Dortmund / Anke Korte)

Eine Erdkröte an der Kirchhörder Straße. (© Stadt Dortmund / Anke Korte)

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Wenn es am Wochenende milder wird, ist die Zeit gekommen, in der die Amphibien wieder zu ihren Laichgewässern wandern. Das Umweltamt bittet daher um Vorsicht, damit Straßen und Wege nicht zur tödlichen Falle werden.

In den nächsten Tagen werden an vielen Stellen in Dortmund wieder Schilder mit Warnhinweisen aufgestellt. Die zumeist nachtaktiven Amphibien sind vor allem in den Stunden zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang unterwegs. Je nach Witterung dauert die Wanderung bis etwa Mitte oder Ende April.

Schon zu schnelles Vorbeifahren ist lebensgefährlich
Beim Überqueren von Straßen sind Amphibien besonders gefährdet. Die Tiere sterben nicht nur, wenn sie überfahren werden, sondern auch, wenn Autos zu schnell an ihnen vorbeifahren: Bereits ab 30 km/h können sie das sogenannte Barotrauma erleiden, das tödlich ist. Das bedeutet, dass sie an durch den Luftsog verursachten inneren Verletzungen sterben. Das Umweltamt und die Biologische Station Kreis Unna / Dortmund rufen daher alle Autofahrer*innen dazu auf, vorsichtig zu fahren und auf Tiere auf der Fahrbahn zu achten.

Warnschilder weisen auf die Tierwanderungen hin
An einigen Straßen mit einem besonders hohen Amphibienaufkommen werden jedes Jahr mobile Warnschilder aufgestellt. Hier sollten Autos und Fahrräder langsam und vorsichtig fahren, nach Möglichkeit sollten diese Straßen nachts und bei Dämmerung sogar ganz gemieden werden.

Außerdem werden in diesem Jahr auch wieder an einigen Stellen Zäune zum Schutz der Tiere aufgestellt. So werden sie daran gehindert, über die Straße zu laufen. Sie fallen in extra zu diesem Zweck eingegrabene Eimer und werden dann von Freiwilligen über die Straße getragen. Die Helfer*innen nutzen diese Gelegenheit wieder für eine Bestandsaufnahme der Arten und der Menge der gefundenen Amphibien. Das hilft dabei, die Bestandsentwicklung einzuschätzen und gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen zu planen.

Wichtig ist deshalb: Wenn Passant*innen zufällig so einen Zaun entdecken, sollten sie die Tiere nicht selbständig über die Straße bringen – auch wenn diese Hilfe gut gemeint ist.

Wer aber aktiv bei dem Schutz und der Rettung heimischer Amphiben helfen möchte, kann sich dazu an die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund oder an Agard e. V. wenden. Ein Engagement ist hier sehr willkommen.

Kröten, Frösche und Molche wandern wieder – Autofahrende sollen Rücksicht auf Amphibien nehmen
Zaunverlauf an der Kirchhörder Straße. (© Stadt Dortmund / Anke Korte)

 

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