Lappland, New Delhi, Lofoten, New York – und immer wieder Berghofen. Von seinen Reisen durch die Welt kehrte Wilhelm Frosting stets in sein Atelier an der Wittbräucker Straße zurück, um die gesammelten Eindrücke in seiner Malerei zu verarbeiten. Am 13. August ist der Künstler mit 90 Jahren verstorben.
Seit rund 50 Jahren war der in Schüren aufgewachsene Frosting als bildender Künstler tätig. Schon in der Frühphase seines Schaffens fand ihr Mann seine „Galerie des Künstlers“ an der Kreuzung in Berghofen, wie Maike Frosting berichtet: „Die ist auch älter als 40 Jahre.“ Hier fanden regelmäßig Ausstellungen und gelegentliche Werkstattgespräche statt.

Gleichzeitig bewegte Wilhelm Frosting sich mit seiner Kunst durch die Ausstellungen und Galerien der Welt, brachte von 1987 bis 2005 zehn Bildkunstbände heraus und arbeitete als Gastdozent an der Universität Dortmund. Bis zuletzt malte Frosting in seinem Atelier in Berghofen. „Sein Betätigungsfeld war dann hauptsächlich hier“, erzählt Maike Frosting, „Die letzte Ausstellung, die er gemacht hat, war vor zwei Jahren in der Galerie Kley in Hamm.“
Wilhelm Frostings Name jedoch soll weiterhin an dem Ladenlokal an der Ecke zur Berghofer Straße prangen. Denn nach wie vor finden sich in dessen Inneren Wilhelm Frostings naturalistische und abstrakte Werke. Diese möchte Maike Frosting den Menschen auch in Zukunft zugänglich machen – in Erinnerung an ihren Ehemann. Auch zu kaufen sind die Gemälde, Aquarelle, Erdbilder und Lithografien vor Ort weiterhin.

















