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Home Dortmund

„Menschen dürfen Menschen nicht sterben lassen“: Protest an St. Reinoldi zum Weltflüchtlingstag

von Wir in Dortmund (PS)
vor 11 Monaten
in Dortmund
Lesezeit: 1 Minuten
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Wer in diesen Tagen an der Reinoldikirche unterwegs ist, passiert ein temporäres Mahnmal. 66.519 Papierstreifen rauschen an den drei Kuben im Wind und werden im Innenraum der Reinoldikirche von blauem Licht angestrahlt. In den vergangenen Tagen schrieben Aktive im Umkreis von St. Reinoldi und Passant*innen die Namen und Geschichten der Menschen auf die Zettel, die auf der Flucht gestorben sind, und befestigten sie an den Aufbauten.

 

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„Menschen dürfen Menschen nicht sterben lassen“: Protest an St. Reinoldi zum Weltflüchtlingstag
„Menschen dürfen Menschen nicht sterben lassen“: Protest an St. Reinoldi zum Weltflüchtlingstag
„Menschen dürfen Menschen nicht sterben lassen“: Protest an St. Reinoldi zum Weltflüchtlingstag
„Menschen dürfen Menschen nicht sterben lassen“: Protest an St. Reinoldi zum Weltflüchtlingstag
„Menschen dürfen Menschen nicht sterben lassen“: Protest an St. Reinoldi zum Weltflüchtlingstag
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„Menschen dürfen Menschen nicht sterben lassen“: Protest an St. Reinoldi zum Weltflüchtlingstag
„Menschen dürfen Menschen nicht sterben lassen“: Protest an St. Reinoldi zum Weltflüchtlingstag

1. Pfarrerin Susanne Karmeier zeigt, dass ein Quadratmeter, der vielfach für eine Flucht von sechs Menschen reichen muss, häufig zu klein zum Überleben ist. (Fotos: Wir in Dortmund)

2. Die Namen von 66.519 an den Grenzen gestorbenen Menschen rauschen vor der Reinoldikirche im Wind.

3. Auf dem Platz vor der Reinoldikirche traf man sich, um gemeinsam die Namen der auf der Flucht Gestorbenen aufzuschreiben und sie am Mahnmal zu befestigen.

4. Sechs Menschen müssen auf der Flucht auf einem Quadratmeter Platz finden.

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6. Ein halbe Stunde lang erinnerte man am Freitagmittag in einem Circle of Silence an die Toten.

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Seit zwei Wochen fanden in St. Reinoldi Veranstaltungen zum Thema statt, die sämtlich auf den heutigen Weltflüchtlingstag hinausliefen, wie Pfarrerin Susanne Karmeier als Koordinatorin des Netzwerks „Beim Namen nennen“ erklärt. Während in der Kirche die Namen der Toten verlesen wurden, traf man sich auf dem Vorplatz zur Mahnwache: „Wir versuchen ins Bewusstsein zu bringen, dass es diese Menschen gab, dass es sie nicht mehr gibt, ehren ihr Leben und protestieren, dass Menschen an unseren Grenzen sterben müssen.“

Konkret gehe es darum, so die Pfarrerin, „die, die kommen, menschenwürdig zu behandeln und sie in rechtmäßige Verfahren zu bringen“. Sie sieht eine „unglaubliche Krise der Menschenwürde“, weil „wir sie (die Menschen an den Grenzen) bewusst sterben lassen“.

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