Am Ostenhellweg tut sich etwas: In den Räumen der ehemaligen Hirsch-Apotheke an der Ecke zum Ostwall entsteht mit dem „Prachtraum“ ein neues Geschäft für Möbel und Wohnaccessoires. Die Eröffnung ist für Anfang Mai geplant – aktuell wird die rund 240 Quadratmeter große Fläche noch umfassend umgebaut.
Hinter dem Konzept steht Geschäftsführer Jan Bruder, der bereits Erfahrung in der Metallverarbeitung mitbringt. Entsprechend setzt der „Prachtraum“ nicht nur auf klassische Einrichtungsideen, sondern auch auf eigene Produkte: Metallmöbel aus eigener Fertigung gehören ebenso zum Sortiment wie ausgewählte Stücke regionaler Hersteller. Ergänzt wird das Angebot durch Möbelgriffe, Knäufe, nachhaltige Beleuchtung und verschiedene Wohnaccessoires.
Im Fokus steht dabei eine klar definierte Zielgruppe. Angesprochen werden sollen Kundinnen und Kunden, die Wert auf Qualität, individuelles Design und nachhaltige Produkte legen. Neben dem Verkauf setzt das Konzept auf persönliche Beratung, Maßanfertigungen und einen insgesamt serviceorientierten Ansatz.
Leerstand endet – Standort gewinnt an Bedeutung
Dass sich nach rund zwei Jahren Leerstand wieder Leben in dem markanten Eckladenlokal regt, bewertet auch das Dortmunder Citymanagement positiv. Citymanager Tilmann Insinger sieht in der Neuansiedlung einen wichtigen Impuls für die Einkaufsstraße. Die Lage am östlichen Eingang des Hellwegs sei prägend für den ersten Eindruck der Innenstadt.
Über Jahrzehnte hinweg war hier die traditionsreiche Hirsch-Apotheke ansässig – insgesamt 152 Jahre lang. Künftig sollen große Schaufenster Einblicke in hochwertige Einrichtungsideen geben und so auch die Aufenthaltsqualität am Ostenhellweg stärken.
Förderung macht Ansiedlung möglich
Ermöglicht wird die Ansiedlung durch den sogenannten Anmietungs-Fonds des Citymanagements der Stadt Dortmund. Das Modell: Die Stadt mietet leerstehende Ladenlokale zu einem Teil der bisherigen Miete an und vermietet sie deutlich günstiger weiter. Im Fall des „Prachtraums“ zahlt der neue Mieter nur rund 20 Prozent der vorherigen Miete. Die Differenz wird durch Fördermittel aus dem Landesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ ausgeglichen.
Für den Standort erweist sich die Kombination aus Nutzung und Lage als besonders passend. Die Kundschaft kann das Angebot beim Bummeln durch die Fußgängerzone entdecken, während die Anbindung über den Ostwall auch den Transport größerer Einkäufe erleichtert.
Förderprogramm läuft bis Ende 2027
Wer selbst ein leerstehendes Ladenlokal besitzt oder ein neues Geschäftskonzept in der Dortmunder Innenstadt umsetzen möchte, kann weiterhin Anträge beim Citymanagement stellen. Allerdings ist das Zeitfenster begrenzt: Neue Förderungen laufen spätestens Ende 2027 aus. Entsprechend lohnt sich eine frühzeitige Bewerbung.
Mit dem „Prachtraum“ bekommt der Ostenhellweg nun nicht nur ein neues Geschäft, sondern auch einen weiteren Baustein für die Belebung der Innenstadt.

















