Die Sparkasse Dortmund plant einen umfassenden Neubau ihrer Unternehmenszentrale an der Kampstraße zwischen Freistuhl und Katharinenstraße. Mit dem Projekt will das Institut nicht nur moderne Arbeitswelten schaffen, sondern auch einen bislang wenig belebten Ort der Innenstadt neu denken.
Gemeinsam mit Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti stellte Vorstandschef Dirk Schaufelberger die Pläne vor. Der Neubau gilt als eines der größten Innenstadtprojekte der kommenden Jahre.
Vom „toten Ort“ zum lebendigen Quartier
Die bestehende Zentrale aus den 1960er-Jahren entspricht laut Sparkasse längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. Neben funktionalen Problemen spielen vor allem strukturelle und energetische Defizite eine zentrale Rolle. Auch umfangreiche Modernisierungen konnten die grundlegenden Schwächen nicht beheben.
Schaufelberger beschreibt den aktuellen Standort außerhalb der Geschäftszeiten als „toten Ort“. Genau das soll sich mit dem Neubau ändern: Geplant ist ein offenes, gemischt genutztes Quartier mit Büroflächen, Gastronomie, Einzelhandel und einem Hotel – vor allem im Erdgeschoss, um dauerhaft Leben in das Areal zu bringen.
Das rund 7.650 Quadratmeter große Grundstück soll künftig deutlich effizienter genutzt werden. Statt der heutigen Struktur mit bis zu 15 Etagen wird die künftige Höhe bewusst offen gelassen. Laut Immobilienleiter Ulrich Bartscherliegt es an den Architekturbüros, wie stark in die Höhe gebaut wird.
Ziel ist ein klimaneutraler Gebäudekomplex, bei dem Nachhaltigkeit bereits in der architektonischen Gestaltung mitgedacht wird. Das bestehende Gebäude leistet laut Projektverantwortlichen bislang keinen Beitrag zur Weiterentwicklung der Innenstadt – auch das soll sich grundlegend ändern.
Internationaler Wettbewerb gestartet
Den Auftakt bildet ein international besetzter Architekturwettbewerb. Insgesamt elf Planungsteams haben ihre Unterlagen erhalten – rund 350 Seiten pro Büro. Erst am 31. März wurden die umfangreichen Materialien verschickt. Im Juni steht eine erste Zwischenpräsentation an, bevor im November eine Jury entscheidet, welches Büro den Zuschlag erhält. Koordiniert wird das Verfahren vom Hamburger Büro D+K drost consult. Oberbürgermeister Kalouti formuliert den Anspruch deutlich: Der Neubau solle „etwas werden, auf das die Stadt Dortmund stolz ist“.
Baustart ab 2028 geplant
Nach Abschluss des Wettbewerbs soll 2027 in die konkrete Planung und Ausschreibung gegangen werden. Die Realisierung ist für den Zeitraum von 2028 bis 2031 vorgesehen. Während der Bauphase zieht die Sparkasse in ein Interimsquartier am Westfalenpark um. Parallel wird in der Innenstadt nach Lösungen gesucht, um zentrale Dienstleistungen weiterhin gut erreichbar anzubieten.
Mit dem Projekt verbindet die Stadt die Hoffnung, dass die Kampstraße und ihr Umfeld langfristig deutlich aufgewertet werden – und aus einem bislang eher funktionalen Standort ein lebendiges Stück Innenstadt entsteht.


















