Kuchen, Gebäck und Dessert sind für Georgia und Luana ihre eigene Sprache der Liebe. Ganz klar also, dass der Wunsch, gemeinsam ein eigenes Café zu eröffnen, irgendwann aufkommen musste. Die beiden Dortmunderinnen kennen sich seit Kindheitstagen, verbrachten quasi jede freie Minute zusammen und hegten dabei von Anfang an die Idee, irgendwann etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.
Am 1. August ist es so weit: Das Love Language öffnet in der Innenstadt seine Türen. Der Name ist Programm. „Backen und Kochen ist meine Love Language“, sagt Georgia. Wenn Freunde ihr geholfen haben, gab es Tiramisu. Wenn ein Geburtstag anstand, gab es Tiramisu. Das Dessert ist deshalb auch die erklärte Spezialität des Cafés, in wechselnden Geschmacksrichtungen, angepasst an die jeweilige Saison.
Wenige, aber selbstgemachte Speisen
Wer im Love Language Platz nimmt, darf sich auf eine ungewöhnliche Mischung freuen. Neben Frühstück und Brunch gibt es eine warme Karte mit polnischen Spezialitäten: Pierogi – die traditionellen Teigtaschen – werden mit verschiedenen Füllungen angeboten – die Rezepte stammen von Georgias Großmutter. Auch Suppen nach polnischer Art, sogenannte Zalewki mit Kartoffelpüree und Gemüse, stehen auf der Karte. Das Angebot wechselt saisonal. Ergänzt wird das Ganze durch leichtere Gerichte wie Eggdrop-Sandwiches und Croffles, also Croissant-Waffeln – beides Einflüsse aus aktuellen Foodtrends.
Die Vitrine füllen die 24- und 25-jährigen Frauen nach eigenem Ermessen: Was gerade Saison hat, was sie inspiriert, was neu ist – das landet dort. Käsekuchen und Tiramisu sind gesetzt, alles andere bleibt bewusst flexibel. Auch die Getränkekarte folgt dieser Philosophie der Eigenständigkeit: Industrielimonaden sucht man hier vergebens. Stattdessen gibt es Kaffee in verschiedenen Variationen, Matcha und selbst zusammengestellte Eistees, mit oder ohne Sprudelwasser und in besonderen Variationen z. B. mit Kokoswasser oder Kokosmilch und Cold Foam. Zum Eröffnungstag gibt es einen besonderen Anreiz: Bubble Tea ohne Konservierungsstoffe für zwei Euro das Glas.
Ein Trio mit Ausdauer
Was von außen wie ein junges Gründerinnen-Projekt wirkt, steckt voll Familiengeschichte. Zum Duo Georgia und Luana gehört auch Georgias Mutter Ilona – die das Trio strukturell zusammenhält und das Café als erste hauptberuflich betreiben wird. „Ohne sie hätten wir das niemals geschafft“, sagen beide übereinstimmend.
Das Lokal selbst war ein Glücksfund: nach gut zwei Jahren Suche entdeckt über eine Anzeige bei eBay Kleinanzeigen, besichtigt am Tag darauf, entschieden noch in derselben Woche. Davor waren in dem Ladenlokal an der Stefanstraße schon ein Sneakershop, eine Parfümerie und zuletzt ein Friseur beheimatet. Unter anderem deshalb waren die Umbauarbeiten recht umfangreich, es wurden Wände eingerissen, neue gezogen und eine vollständige Küche installiert. Tatkräftige Unterstützung bekamen die drei von Familie und Freunden.
Rund 34 Sitzplätze bietet das Love Language innen, weitere zehn sind für den Außenbereich geplant – dafür liegt auch schon eine Genehmigung der Stadt Dortmund vor.
Das Café Love Language 23 hat montags bis mittwochs von 9 bis 20 Uhr und donnerstags bis sonntags von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Das Café befindet sich an der Stefanstraße 4 in Dortmund.

















