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Home Dortmund Politik

Hombruchs Wahlsiegerin: Die CDU und ihre Pläne für den Stadtbezirk

von Wir in Dortmund (PS)
vor 9 Monaten
in Politik, Hombruch
Lesezeit: 5 Minuten
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Zusammen mit zwei weiteren Personen bilden (v. l.) Jutta Ziesmer, Nils Berning, Guido Preuss und Christian Podszuk die neue CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Hombruch. (Bild: CDU)

Zusammen mit zwei weiteren Personen bilden (v. l.) Jutta Ziesmer, Nils Berning, Guido Preuss und Christian Podszuk die neue CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Hombruch. (Bild: CDU)

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Die Kommunalwahl hat Veränderungen in die Bezirksvertretung Hombruch gebracht. So ist die AFD mit zwei Sitzen neu in die BV eingezogen und die Grünen haben zwei Sitze verloren. Wie gehabt, finden sich bei den Sitzungen im Amtshaus jedoch auch künftig fünf SPD- und sechs CDU-Mitglieder. Als stärkste Kraft in der BV haben wir die CDU nach ihren Plänen für die kommenden fünf Jahre gefragt.

Welches ist für Sie das drängendste Thema im Stadtbezirk?

Wir möchten, dass unser Stadtbezirk ein demokratischer Ort bleibt, in dem der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird. In einer Welt, die zunehmend von Polarisierung und Spaltung geprägt ist, ist es wichtiger denn je, die Grundpfeiler unserer Gemeinschaft zu schützen. Dazu gehört, aktiv gegen Tendenzen vorzugehen, die darauf abzielen, uns zu entzweien.

Welches Bauprojekt im Stadtbezirk wollen Sie in den kommenden Jahren besonders unterstützen?

1) Telekom-Gelände

Die Bauentwicklung auf dem ehemaligen Telekom-Gelände betrachten wir kritisch. Obwohl die Pläne für attraktiven Wohnraum vielversprechend sind, halten wir die geplante Anzahl von 450 Wohneinheiten für übermäßig. Sie entspricht nicht der bestehenden Infrastruktur. Die mangelnde Verkehrsanbindung sowie die bereits ausgelasteten Kapazitäten von Schulen und Kindergärten sind für uns ein Grund, uns für eine deutliche Reduzierung der Wohneinheiten einzusetzen. Denn andernfalls entsteht attraktiver Wohnraum auf Kosten einer überlasteten Infrastruktur und genervter Bürger.

2) Gesamtschule Brünninghausen

Die Gesamtschule Brünninghausen wird in den kommenden Jahren ebenfalls eine große Baustelle sein. Wir werden die Bauarbeiten eng begleiten, um sicherzustellen, dass die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich ausfallen. Dazu gehört, dass die Anlieferung von Baumaterialien so geplant wird, dass der Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt wird und die Lärmbelästigung sich in Grenzen hält.

3) Sporthalle im Schulzentrum

Schon viel zu lange warten wir auf den Bau einer Dreifach-Sporthalle im Schulzentrum Renninghausen. Die Umsetzung ist überfällig. Denn der Bedarf an Hallenzeiten für den Schul- und Vereinssport ist enorm. Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Bau dieser Sporthalle vorangetrieben und umgesetzt wird.

4) Feuerwachen der Freiwilligen Feuerwehren in unserem Stadtbezirk

Die Feuerwache in Löttringhausen ist ein lang überfälliges Projekt, dessen Umsetzung wir endlich vorantreiben möchten. Es ist an der Zeit, dass die engagierten Feuerwehrleute dort eine moderne und funktionale Infrastruktur erhalten, die ihrer wichtigen Arbeit gerecht wird.

Auch für die Feuerwache Hombruch sehen wir dringenden Handlungsbedarf. Wir glauben, dass es hier eine Chance gibt, neu zu denken. In enger Absprache mit der freiwilligen Feuerwehr Persebeck wollen wir ein zukunftsfähiges Konzept entwickeln, das nicht nur die Bedürfnisse beider Standorte berücksichtigt, sondern auch die Effizienz und Schlagkraft unserer freiwilligen Feuerwehren stärkt.

Welche soziale Institution im Stadtbezirk wollen Sie in den kommenden Jahren besonders unterstützen?

Kinder und Jugendliche sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Dazu wollen wir nicht nur finanzielle Unterstützung bereitstellen, sondern auch die politische Unterstützung von wichtigen Projekten vorantreiben. Wir sind überzeugt, dass wir durch die enge Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und den Jugendfreizeitstätten positive Veränderungen anstoßen können. Die Unterstützung der Schulen, Kitas und Jugendzentren ist für uns eine Herzensangelegenheit und eine Investition in die Zukunft unseres Stadtbezirks.

Welche verkehrspolitischen Schritte wollen Sie gehen?

1) BVB-Heimspiele: Ein verkehrspolitisches Nadelöhr

Die regelmäßigen Heimspiele des BVB stellen eine besondere Herausforderung für das Verkehrsnetz dar. Die An- und Abreise von Zehntausenden Fans führt regelmäßig zu Staus und Beeinträchtigungen. Eine alleinige Fokussierung auf den Individualverkehr ist hier nicht zukunftsfähig. Vielmehr müssen wir den öffentlichen Nahverkehr stärken und Anreize schaffen, ihn bei Großveranstaltungen verstärkt zu nutzen. Dazu gehören zusätzliche Shuttles, ein optimierter Fahrplan und eine engere Abstimmung zwischen Veranstaltern wie dem BVB, Polizei und der DSW21. Parallel dazu müssen wir die Parkplatzsituation für diejenigen verbessern, die weiterhin mit dem Pkw anreisen. Wir setzen weiterhin darauf, dass Teile Barops, Brünninghausens und Schönau während der Spiele für Anreisende gesperrt werden.

2) Eine Verkehrswende für alle

Eine echte Verkehrswende darf keine Gruppe ausgrenzen. Es geht nicht darum, den einen Verkehrsteilnehmer gegen den anderen auszuspielen, sondern darum, ein harmonisches Miteinander zu ermöglichen. Das bedeutet:

Für Autofahrer: Wir benötigen ein modernes und gut instandgehaltenes Straßennetz, das den Verkehrsfluss optimiert und so Staus und Emissionen reduziert. Auf Grund der immer noch starken Nachfrage an Autos setzen wir uns für den Erhalt von Parkplätzen im Stadtbezirk ein.

Für Radfahrer und Fußgänger: Wir müssen sichere und attraktive Wege schaffen. Dazu gehört der Ausbau von Radwegen, die Instandhaltung von Gehwegen und die Entschärfung von Gefahrenstellen.

Für Nutzer des ÖPNV: Der öffentliche Nahverkehr muss attraktiver, zuverlässiger, bezahlbar, barrierefrei und komfortabler werden, um eine echte Alternative zum Pkw zu sein. Dazu sollen die Taktzeiten der U42 und der S5 ausgeweitet werden. Die H-Bahn soll neben Bussen und Bahnen als dritte ÖPNV-Variante weiter ausgebaut werden.

3) Grünere Straßen und eine modernere Infrastruktur

Eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik endet nicht an der Straße. Wir plädieren für die verstärkte Integration von Straßenbegleitgrün. Bäume und Sträucher entlang der Straßen verbessern nicht nur das Stadtbild, sie filtern auch Feinstaub, spenden Schatten an heißen Tagen und tragen so zu einer besseren Lebensqualität bei. Gleichzeitig müssen wir unsere Verkehrsinfrastruktur modernisieren. Das beinhaltet nicht nur die Instandhaltung von Straßen und Brücken, sondern auch die Einführung smarter Technologien zur Verkehrssteuerung. Mit intelligenten Ampelsystemen und digitaler Vernetzung können wir den Verkehrsfluss optimieren und so die Effizienz und Sicherheit auf unseren Straßen erhöhen. Unser Ziel ist es, eine Mobilität zu schaffen, die uns alle voranbringt: sicher, effizient, umweltfreundlich und im Einklang mit den Bedürfnissen unserer wachsenden Stadt. Dazu soll der Stadtbezirk Hombruch Vorreiter sein.

4) Verkehrskonzept für die Stockumer Straße

Wir sind fest davon überzeugt, dass die Verbesserung der Verkehrssituation in unseren Stadtteilen Eichlinghofen und Barop dringend geboten ist. Aus diesem Grund hat die Bezirksvertretung Hombruch bei der Verwaltung ein umfassendes Verkehrskonzept für die Stockumer Straße angefragt.

Unser Ziel ist es, den Verkehrsfluss zu optimieren und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer – ob zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto – zu erhöhen. Wir sind zuversichtlich, dass ein neues, durchdachtes Verkehrskonzept nicht nur die Lebensqualität in unseren Stadtteilen steigern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Mobilität leisten kann.

Wie stellen Sie sich die Aufteilung der Flächen im Stadtbezirk vor?

Ein Stadtbezirk mit viel Grün

Wir stellen uns einen Stadtbezirk vor, der sich durch eine großzügige und durchdachte Grünflächenplanung auszeichnet. Es ist uns wichtig, dass die Bewohnerinnen und Bewohner Zugang zu naturnahen Erholungsräumen haben, die der Lebensqualität in der Stadt zugutekommen. Diese Grünflächen dienen nicht nur der Freizeitgestaltung, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle für das Stadtklima.

Bebauung als Lückenschluss

Neue Bebauung sollte in erster Linie als Lückenschluss erfolgen. Das bedeutet, dass wir die bestehenden Strukturen verdichten möchten, bevor wir wertvolle Freiflächen versiegeln. Wir sollten dabei den Fokus auf die Nutzung bereits vorhandener Baugrundstücke legen und sicherstellen, dass neue Gebäude harmonisch in das bestehende Stadtbild integriert werden.

Freiraum bewahren

Wir sind der Überzeugung, dass wir nur minimal in den Freiraum eingreifen sollten. Landschaftsschutz und die Bewahrung unserer grünen Oasen sind für uns von größter Bedeutung. Dies gilt auch für die Flächen, die für die Landwirtschaft oder die Naherholung wichtig sind.

Ansiedlung der Fachhochschule am Campus

Die geplante Ansiedlung der Fachhochschule am Hochschul-Campus ist eine Entwicklung, die wir ausdrücklich begrüßen. Sie schafft nicht nur neue Möglichkeiten für Bildung und Forschung, sondern belebt auch den Stadtbezirk Hombruch und stärkt unsere lokale Wirtschaft. Die Konzentration von Bildungseinrichtungen an einem Ort ermöglicht Synergien und macht unseren Stadtbezirk zu einem noch attraktiveren Wohn- und Arbeitsort.

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