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Home Dortmund

Premiere der DSW21-Dokumentation über die Bildungsreise nach Auschwitz im Deutschen Fußballmuseum

von Wir in Dortmund (SK)
vor 10 Monaten
in Dortmund
Lesezeit: 2 Minuten
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Videoredakteur Daniel Gerken (2. v. l.) hat das Bildungsprogramm der 21-Gruppe mit Lukas Raber (r./Kamera) und Michael Brieden (l./Ton) zu einer 40-minütigen Dokumentation und zu einem Audiofeature verdichtet. (Foto: DSW21 / Jörg Schimmel)

Videoredakteur Daniel Gerken (2. v. l.) hat das Bildungsprogramm der 21-Gruppe mit Lukas Raber (r./Kamera) und Michael Brieden (l./Ton) zu einer 40-minütigen Dokumentation und zu einem Audiofeature verdichtet. (Foto: DSW21 / Jörg Schimmel)

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Antworten auf das „Warum?“ erhalten. Argumente gegen Hass an die Hand bekommen. Wissen vertiefen. Das waren nur einige Erwartungen, die 26 Mitarbeiter*innen der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) Anfang des Jahres auf Moderationskarten an eine Pinnwand hefteten. Das war beim Kick-Off-Meeting für das Bildungsprogramm »Von Dortmund nach Auschwitz«. Wenige Wochen später reisten sie nach Oświęcim, so der polnische Name der polnischen Kleinstadt Auschwitz, um die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nazis zu besichtigen.

Was sie dort im Februar gesehen und erlebt haben und wie der Besuch die Mitglieder der Gruppe verändert hat, erzählt ein Film von Daniel Gerken (DSW21-Konzernkommunikation), der kürzlich im Rahmen des Kulturprogramms des Deutschen Fußballmuseums uraufgeführt wurde. Über 100 Interessierte schauten sich die 40-minütige Dokumentation an, die von zwei Podiumsdiskussionen eingerahmt wurde.

„Wenn in wenigen Jahren die letzten Zeitzeugen tot sind, werden es die Leugner und Relativierer des Holocausts noch einfacher haben – wir sind deshalb dankbar dafür, dass es das Bildungsprogramm von DSW21 gibt“, unterstrich Leonid Chraga, Geschäftsführer der Jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund bei der Premierenveranstaltung. DSW21-Arbeitsdirektor Harald Kraus betonte: „Niemand von uns kann etwas für die Verbrechen der Vergangenheit, aber sie sind ein prägender Teil unserer Geschichte. Wir haben die Verantwortung dafür, dass dieser Teil nicht in Vergessenheit gerät. Wir dürfen die Fehler unserer Vorfahren nicht wiederholen.“ DSW21, so Kraus, sei in der Zeit des Nationalsozialismus‘ Täter und Opfer zugleich gewesen. „Täter, weil wir mit unseren Straßenbahnen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger von der Sammelstelle aus zur Deportation zum Südbahnhof gefahren und Zwangsarbeitet ausgebeutet haben. Opfer, weil auch Beschäftigte der Stadtwerke aufgrund ihrer Religion oder ihrer politischen Einstellung verfolgt, inhaftiert und ermordet wurden.“

Das Bildungsprogramm hat die kommunale Unternehmensgruppe 21 vor vier Jahren gemeinsam mit der what matters gGmbH initiiert. Das Angebot richtete sich zunächst an Auszubildende von DSW21, DEW21/DONETZ und Entsorgung Dortmund EDG. Inzwischen beteiligen sich auch DOKOM21, DOGEWO21 sowie das Klinikum Dortmund mit ihren Azubis. DSW21 hat das Programm inzwischen auf alle Mitarbeitenden ausgeweitet. Neben what matters sind das Deutsche Fußballmuseum, die Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund, die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, ADIRA – Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus und die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim weitere Projektpartner.

Für den Dokumentarfilm hat Redakteur Daniel Gerken 20 Stunden Filmmaterial auf 40 Minuten verdichtet. Zudem ist ein 30-minütiges Audiofeature entstanden. Gemeinsam mit Lukas Raber (Kamera) und Michael Brieden (Ton) hat Gerken dafür das Bildungsprogramm vom Anfang bis zum Ende begleitet. Man merkte: Die sechstägige Bildungsreise nach Auschwitz hat die Teilnehmenden berührt, bewegt und ihren Blick auf aktuelle Entwicklungen geschärft: „Ich bin aufmerksamer geworden und bin gleichzeitig in Sorge angesichts des aktuellen Rechtsrucks in der Gesellschaft“, schilderte Mitarbeiterin Antonia Hausmann. Und Christian Kläsener ergänzte: „Die Teilnahme am Projekt war ein Augenöffner – ich nehme viele Orte in Dortmund nun ganz anders wahr und versuche, das Erlebte in meine Familie und mein Umfeld zu tragen.“

 Link zur Video-Doku: https://tinyurl.com/59fjs6ms
 Link zum Audio-Feature: https://tinyurl.com/keay7su6

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