• Werbung
  • Gewinnspiele
  • Kontakt
Sonntag, 9. August 2026
Wir in Dortmund
Keine Artikel
Alle Suchergebnisse anzeigen
  • Dortmund
    • Alle Nachrichten
    • Auto & Mobilität
    • Fußball
    • Gesundheit
    • Kunst & Kultur
    • Politik
    • Recht & Steuern
    • Sport
    • Wirtschaft & Technik
  • Citywest
  • Huckarde
  • Mengede
  • Lüdo
  • Hellweg & Kaiserstr.
  • Hörde
  • Hombruch
  • Aplerbeck
  • Videos
Wir in Dortmund
  • Dortmund
    • Alle Nachrichten
    • Auto & Mobilität
    • Fußball
    • Gesundheit
    • Kunst & Kultur
    • Politik
    • Recht & Steuern
    • Sport
    • Wirtschaft & Technik
  • Citywest
  • Huckarde
  • Mengede
  • Lüdo
  • Hellweg & Kaiserstr.
  • Hörde
  • Hombruch
  • Aplerbeck
  • Videos
Keine Artikel
Alle Suchergebnisse anzeigen
Wir in Dortmund
Keine Artikel
Alle Suchergebnisse anzeigen
Home Dortmund

So geht es mit den Funden des Kriegsgefangenlagers an den Westfalenhallen weiter

von Wir in Dortmund (SK)
vor 4 Wochen
in Dortmund
Lesezeit: 4 Minuten
A A
Beim Medientermin zu den archäologischen Funden an den Westfalenhallen zeigte sich, dass das Baufeld groß ist.
(© EggensteinExca / Phillip Robinson)

Beim Medientermin zu den archäologischen Funden an den Westfalenhallen zeigte sich, dass das Baufeld groß ist. (© EggensteinExca / Phillip Robinson)

4.3k
GETEILT
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Whatsapp teilen

Die archäologischen Untersuchungen auf der Baustelle an den Westfalenhallen haben deutlich umfangreichere und besser erhaltene Überreste des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag VI D freigelegt als erwartet. Über den Umgang mit den Funden und das weitere Vorgehen haben sich die Beteiligten verständigt. Inzwischen hat die Denkmalbehörde den Westfalenhallen auch die Denkmalrechtliche Erlaubnis erteilt, die Funde und Fundamente unter strengen Auflagen zu entnehmen.

Die Ausgrabungen auf dem Gelände dauern weiter an. Daher kann auch mit weiteren Funden und Erkenntnissen gerechnet werden. Doch schon jetzt ist klar: Die archäologischen Funde sind umfangreicher und besser erhalten als ursprünglich vermutet. Zudem sind sie als Bodendenkmal von internationaler Bedeutung einzuordnen. Doch ein vollständiger Erhalt widerspricht den Ausbauplänen der Hallen.

Abstimmungstermin an der Baustelle mit den Ausgrabungen
Daher gab es kürzlich vor Ort ein Koordinierungstreffen aller Beteiligten, um einen angemessenen und würdevollen Umgang damit zu finden, die verschiedenen Interessen auszugleichen und abzustimmen. Das gemeinsame Ziel lautet, möglichst viel zu sichern und zu erhalten, die Bauarbeiten aber so wenig wie möglich zu verzögern.

An dem Termin nahmen teil: Vertreter*innen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL-Archäologie für Westfalen), der Westfalenhallen Unternehmensgruppe, des Planungsbüros, der vor Ort tätigen archäologischen Fachfirma EggensteinExca sowie der Stadt Dortmund (u. a. Untere Denkmalbehörde sowie Grundstücks- und Vermögensverwaltungsfonds Dortmund).

Das Sondervermögen Grundstücks- und Vermögensverwaltungsfonds Dortmund finanziert die Ausbaupläne am Standort und ist somit indirekt Bauherr, während die Westfalenhallen Unternehmensgruppe den Bau abwickelt, den sie später anmieten wird, operativ also die Bauherrenschaft übernimmt. Die Untere Denkmalbehörde bzw. Stadtarchäologie koordiniert die archäologischen Ausgrabungen und stellt die Auswertung sowie Publikation der Befunde und Funde sicher.

 

1 von 3
- +
So geht es mit den Funden des Kriegsgefangenlagers an den Westfalenhallen weiter
So geht es mit den Funden des Kriegsgefangenlagers an den Westfalenhallen weiter
So geht es mit den Funden des Kriegsgefangenlagers an den Westfalenhallen weiter

Erhalt in Teilen als Kompromiss
Aus Sicht des Denkmalschutzes ist der vollständige Erhalt freigelegter Strukturen am Fundort immer die erste Wahl. Schon weil es ihre gesetzliche Aufgabe ist, muss die Behörde diesen Standpunkt vertreten. In einem Abwägungsprozess wird dann nach einer Lösung gesucht, die alle Belange berücksichtigt. Konkret bewertet die Denkmalpflege das Bodendenkmal aufgrund seiner außergewöhnlichen wissenschaftlichen und historischen Aussagekraft als Objekt von internationaler Bedeutung im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Lager-, Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeitsgeschichte. Nach den Maßstäben des Denkmalschutzgesetzes NRW begründet die Feststellung der Denkmalwertigkeit grundsätzlich die Pflicht zum Erhalt des Denkmals.

Aufwendige Dokumentation und sichtbarer Erinnerungsort
Das Ergebnis des Abwägungsprozesses ist ein abgestimmtes Gesamtvorgehen auf mehreren Ebenen. Seit Baubeginn ist eine archäologische Baubegleitung vor Ort im Einsatz und dokumentiert alle Funde. In gemeinsamer Abstimmung aller Beteiligter ist nunmehr eine Erweiterung dieser Dokumentation beschlossen worden. Dabei werden die freigelegten Strukturen durch moderne Verfahren wie 3D-Laserscans und dreidimensionale Modellierungen digital dokumentiert. Die Ausgrabungen werden zudem hochauflösend fotografisch und filmisch dokumentiert. Die Funde und ihre historische Bedeutung werden umfassend wissenschaftlich aufbereitet. Abgesprochen ist auch, dass die Erkenntnisse präsentiert und veröffentlicht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Erinnerung und Vermittlung. Weil ein Erhalt an Ort und Stelle mit Integration in den neuen Baukörper nach Angaben der Westfalenhallen und des Planungsbüros nicht möglich ist, sollen andere Wege geprüft werden, wie die Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers und die Bedeutung seiner Überreste dauerhaft sichtbar und erfahrbar gemacht werden können. Ausgewählte Befunde sollen gesichert werden; teilweise werden sie entnommen und für eine spätere Präsentation und Nutzung zwischengelagert.

Wiederaufbau in Teilen an anderer Stelle wird geprüft
Geprüft werden sollen nun Varianten für Erinnerungs- und Informationsorte in der direkten Umgebung der Hallen. Wesentliche Teile der Überreste des Stalag VI D könnten an anderer Stelle in direkter Umgebung der Westfalenhallen wieder aufgebaut werden (Translozierung). Dort könnten dann auch die weiteren archäologischen Funde präsentiert und ein Vermittlungsangebot aufgebaut werden. Ein weiterer Teil der Prüfung ist die Realisierbarkeit eines „archäologischen Fensters“ im östlichen Bereich der Baufläche.

Die erhaltenen Steine, die einst die Mauern der Baracken im Kriegsgefangenenlager gebildet haben, werden vollständig entnommen. Ein Teil davon ist für die Translozierung gedacht, ein anderer Teil könnte für eine Gedenkstätte als sichtbares Fundament oder als Stelen für Infotafeln würdevoll wieder aufgemauert werden. Die laufenden Bauarbeiten werden dadurch nicht verzögert.

Mehr Gespräche und eine Machbarkeitsstudie
Die erforderlichen Konzepte sollen in den kommenden Monaten durch Fachleute mithilfe weiterer Untersuchungen und einer Machbarkeitsstudie erarbeitet werden. Bis die Ausgrabungen abgeschlossen sind, werden fortlaufend weitere Erkenntnisse in diese Planungen einfließen. Auch die Gespräche zur Abstimmung der Ausgrabungen mit den Baumaßnahmen laufen weiter.

Arbeiten an den Westfalenhallen gehen weiter
Die notwendigen Infrastrukturarbeiten für die neuen Gebäude der Westfalenhallen können parallel dazu schrittweise fortgeführt werden. Für die Westfalenhallen ist das ein wichtiger Punkt. Sie nutzen gezielt die Sommerferien, in denen die Messehallen nicht täglich mit Veranstaltungen belegt sind, um diese Arbeiten voranzubringen. Sie müssten sonst bis zu den nächsten Sommerferien warten.

Trotz der unvermeidlichen Eingriffe sollen die außergewöhnliche historische Bedeutung des Fundortes sowie die Erkenntnisse der Ausgrabungen dauerhaft gesichert, wissenschaftlich aufbereitet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das erklärte Ziel aller Beteiligten ist es, die Geschichte dieses international bedeutenden Ortes dauerhaft zu bewahren und künftigen Generationen zu vermitteln. Zugleich bleibt es wichtig, die Westfalenhallen als Messe-, Kongress- und Veranstaltungsstandort verantwortungsvoll als Ort der Begegnung, als Impulsgeber für Dortmund und die Region und als Standort mit Strahlkraft weit darüber hinaus weiterzuentwickeln. Beide Ziele sind relevant für das Ansehen und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Dortmund. Das Vorhaben, die zwei neuen Messehallen, das zweite Kongresszentrum und den Eingang Süd bis zum Jahr 2030 fertigzustellen, bleibt mit dem Kompromiss weiterhin realistisch.

 

Teilen1714Tweet1072senden

Weitere Artikel

"Mission Klima": Dortmund hat jetzt 19 Klimabotschafter*innen. Im Rathaus bekamen sie ihre Urkunden.
(© Stadt Dortmund / Roland Gorecki)
Dortmund

Dortmund macht den Klimaschutz zur eigenen Mission

vor 10 Stunden
Den ersten Preis vergab das Preisgericht an Feja + Kemper Architekten Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB aus Recklinghausen gemeinsam mit reSET_land Landschaftsarchitekten und Stadtplaner PartGmbH aus München.
(© Feja + Kemper Architekten Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB und reSET_land Landschaftsarchitekten und Stadtplaner PartGmbH)
Hörde

So könnte der Anbau für das Phoenix-Gymnasium aussehen

vor 11 Stunden
(Symbolfoto: Magnific)
Dortmund

Dortmund lädt Kinder und Jugendliche aus Schytomyr zu einer Woche Auszeit ein

vor 12 Stunden
Treppensteigen im Zukunftsgarten Dortmund – am 23. April 2026 war es noch genau ein Jahr bis zur Eröffnung der Internationalen Gartenausstellung.
(Foto: Stadt Dortmund / Roland Gorecki)
Dortmund

Wegen enormer Nachfrage: zusätzliche Termine laden zu den letzten Baustellenführungen im Zukunftsgarten in diesem Jahr ein

vor 13 Stunden
Kindermuseum Adlerturm: Geschichte des Mittelalters und Ritterrüstungen entdecken.
(© Jochen Musebrink)
Dortmund

Museumsprogramm am Wochenende: Biergeschichte, Comics, Mittelalter und Industriekultur entdecken

vor 14 Stunden
In einem geschützten Raum haben die Schüler*innen Spike und Neo verwendet.
(© Stadt Dortmund / Markus Kaminski)
Dortmund

Mit Künstlicher Intelligenz zum Ausbildungsplatz

vor 15 Stunden
Weitere Artikel laden

Beliebte Artikel

  • Statt eines einzelnen Großmarktes soll künftig ein Mix aus mehreren Einzelhändlern das Gebäude beleben. (Foto: Wir in Dortmund)

    Zukunft der ehemaligen Kaufland-Immobilie in Mengede

    2179 teilen
    Teilen 872 Tweet 545
  • Ming Son Kitchen eröffnet zweiten Laden in Dortmund

    782 teilen
    Teilen 313 Tweet 196
  • Neues Café „Love Language 23″ eröffnet

    624 teilen
    Teilen 250 Tweet 156
  • 25 Paar Beine durch den Rahmer Wald

    346 teilen
    Teilen 138 Tweet 87
  • Neue DEW21-Anlaufstelle in Brackel setzt auf persönliche Beratung

    258 teilen
    Teilen 103 Tweet 65
  • Das war Hombruch Karibisch

    139 teilen
    Teilen 56 Tweet 35

Stadtmagazine
Wir in Dortmund

Arminiusstraße 1
44149 Dortmund

GESCHÄFTSZEITEN
Mo – Fr: 09:00 – 18:00 Uhr

  • 0231 427808-0
  • E-Mail senden
  • WhatsApp senden

Aktuelle Videos

Video läuft

Mit dem Fuß ins Loch — Fußballgolf-WM zu Gast in Dortmund-Eving

Der FGV Dortmund war am Pfingstwochenende auch bei der Fußballgolf-WM vertreten. (Foto: Wir in Dortmund)

Mit dem Fuß ins Loch — Fußballgolf-WM zu Gast in Dortmund-Eving

Dortmund
Die Radrennstrecke am Steinklippenweg wurde umfassend saniert. Der offiziellen Eröffnung folgte ein Rennen zur 57. Sommermeisterschaft. (Foto: Wir in Dortmund)

Radniere am Steinklippenweg offiziell eröffnet

Dortmund
(v. l.) Trainerteam Oliver Blauscheck und Alexander Holdcroft leiten die Krav-Maga-Seminare am Klinikum Dortmund. (Fotos: Wir in Dortmund)

Selbstverteidigung für Klinikpersonal

CityWest
Philipp und seine Partner Leon und Michel sind die Gründer von cargovibe. Gemeinsam wollen sie mit einer App den Alltag von Lkw-Fahrern vereinfachen. (Foto: Wir in Dortmund)

cargovibe baut digitalen Co-Piloten für Europas Lkw-Fahrer

Dortmund
Es heißt wieder: Spiel doch!

Es heißt wieder: Spiel doch!

Dortmund
Bei der Pressekonferenz im Mercedes Autohaus Jürgens, gab es für Veranstalter, Sponsoren und Gastronomen einen ersten Einblick ins Programmheft 2026. (Foto: Wir in Dortmund)

Dortmund à la carte 2026

Dortmund
Fari möchte einen Calisthenics-Park

Fari möchte einen Calisthenics-Park

CityWest
Seit 100 Jahren geht es hier hoch hinaus und das wurde ordentlich gefeiert (Fotos: Wir in Dortmund)

100 Jahre über den Wolken

Hellweg & Kaiserstraße
Sebastian Bertram (li.) fährt im Sommer sein längstes Rennen. Sein Team rund um Michael Salmen unterstützen ihn dabei (Foto: Wir in Dortmund).

Das Rennen ihres Lebens

Hellweg & Kaiserstraße
Neuer IHK-Präsident im Gespräch

Neuer IHK-Präsident im Gespräch

Dortmund

Aktuelle Ausgaben

Facebook Instagram Youtube
Gewinnspiele • Jobs • Kontakt • Datenschutz • Impressum
Copyright © 2026 WIR IN DORTMUND | Magazin • Online • Video. Alle Rechte vorbehalten.
Keine Artikel
Alle Suchergebnisse anzeigen
  • Dortmund
    • Alle Nachrichten
    • Auto & Mobilität
    • Fußball
    • Gesundheit
    • Kunst & Kultur
    • Politik
    • Recht & Steuern
    • Sport
    • Wirtschaft & Technik
  • CityWest
  • Huckarde & Kirchlinde
  • Mengede
  • Lüdo
  • Hellweg & Kaiserstraße
  • Hörde
  • Hombruch
  • Aplerbeck
  • Videos

  • Werbung
  • Gewinnspiele
  • Kontakt

Copyright © 2026 WIR IN DORTMUND | MAGAZIN • ONLINE • VIDEO

Wir in Dortmund

Redaktion / Medienberatung

Team

Hallo, wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Chat starten