Das Zweitligaspiel Ende Februar gegen den SV Blau-Weiß Dingden haben die Volleyballerinnen des TV Hörde “überzeugend gewonnen”. Das aber, so Abteilungsleiter Bernd Janssen war nach fünf verlorenen Spielen in Folge auch bitternötig. Bis zum Jahreswechsel hätten die Frauen “unfassbar gut gespielt”. “Der Hänger kam dann im Januar”, als der TV Hörde sich gegen die zweite Mannschaft des USC Münster geschlagen geben musste. Insgesamt aber haben die “Hörder Mädels” ihr Ziel des Klassenerhalts laut ihrem Abteilungsleiter übererfüllt: “Mit dem Abstieg haben wir nichts zu tun.”

Dementsprechend beginnt man an der Seekante nun allmählich mit den Vorbereitungen für die nächste Saison in der zweiten Bundesliga. Im Mai muss die Meldung bei der Volleyball Bundesliga (VBL) eingegangen sein und bis dahin gibt es noch einiges zu klären – beginnend beim Kader. Eine erste Anfrage haben Spielerinnen bereits erhalten und Janssen rechnet durchaus mit Abgängen. “Bis Ende März müssen wir auf jeden Fall wissen, ob sie bleiben oder nicht.” In einem nächsten Schritt muss die Mannschaft aufgefüllt werden.
Fest steht aber: “Teee hat auf jeden Fall Bock auf diese Mannschaft” und wird die Frauen weiterhin, unterstützt von Drazen Slacanin, trainieren. Auf die Suche machen muss der TV Hörde sich dennoch nach einem weiteren Co-Trainer, der Teee gegebenenfalls vertreten kann.

Infrastruktur fast in trockenen Tüchern
Auch organisatorische und Budgetfragen muss der Verein im Laufe des April klären, inklusive der Sponsorenliste. Hier aber, so Bernd Janssen, seien bereits einige Zusagen für die kommende Saison eingegangen. Endlich ad acta legen konnte man im Dezember erst einmal “dieses Hallendrama”, das mit Vorgaben der VBL die Zuschauendenzahl betreffend und einer entsprechenden Genehmigung der Stadt zusammenhing. Letztere aber ging Anfang Dezember fristgerecht ein.
Lediglich das geforderte farblich abgesetzte Spielfeld fehlt noch, das deutlicher erkennbar machen soll, ob der Ball innerhalb oder außerhalb des Spielfeldes zu Boden geht. Für die erste Saison hat die VBL dem TV Hörde auch hier Zugeständnisse gemacht, aber wenn die Saison 2025/26 im September beginnt, muss das Problem gelöst sein. Aber auch an dieser Stelle “sind wir mit der Stadt im Gespräch”, so Janssen. Erfahrungsgemäß führe dieser Austausch früher oder später zum gewünschten Ergebnis, insbesondere wenn Bezirksbürgermeister Michael Depenbrock seine Hände im Spiel habe.

Die letzten Spiele der Saison
Bei all dem Drumherum vergessen Verein und Mannschaft auch die sportliche Seite nicht, die sie aber vom sechsten Tabellenplatz aus einigermaßen entspannt angehen können. Dem Spiel am 8. März gegen den Tabellenletzten aus Cottbus jedenfalls blickt der Abteilungsleiter mehr als optimistisch entgegen: “Das sind drei fest einkalkulierte Punkte.” Dennoch werden die Spielerinnen in der Hörder Festung wohl die Unterstützung ihrer Fans gebrauchen können. Eine letzte Gelegenheit, Volleyball auf Zweitliganiveau zu erleben, gibt es in Hörde dann noch einmal am 12. April, bevor sich die Liga – und mit ihr der TV Hörde – nach dem Auswärtsspiel gegen den SC Sorpesee am 26. April in die Sommerpause verabschiedet.
Die beiden letzten Heimspiele des TV Hörde finden jeweils um 19.30 Uhr in der Sporthalle des Phoenix-Gymnasiums an der Seekante 12 statt.

















