Wo jahrelang die Ruine der ehemaligen Siemens-Nixdorf-Niederlassung stand, sollen bald 230 Wohnungen entstehen. Die Bagger rollen bereits. Es ist eines jener Grundstücke, die man irgendwann nicht mehr sieht, weil sie immer schon da waren: das verwitterte Bürogebäude an der Max-Eyth-Straße in der südlichen Gartenstadt, einst Sitz einer Siemens-Nixdorf-Niederlassung, seit Jahren leerständige Kulisse für Graffiti und Vandalismus. Damit soll jetzt endlich Schluss sein. Seit einigen Wochen laufen auf dem Gelände die Abrissarbeiten – das Kapitel Ruine wird zugeschüttet, bevor ein neues aufgeschlagen wird.
Ein Quartier für fast 500 Menschen
Was der Stadtrat Dortmund im Oktober 2025 mit dem Bebauungsplan InO 244 beschlossen hat, nimmt nun konkrete Form an: Neun mehrgeschossige Wohnhäuser, aufgelockert im Geviert angeordnet, sollen Raum für rund 230 Wohnungen und damit Platz für etwa 490 Menschen schaffen. Entlang des lärmintensiven Westfalendamms soll ein Gebäuderiegel entstehen, der nicht nur Schutz bietet, sondern auch Büros und gewerbliche Nutzungen aufnimmt. Eine Tiefgarage löst den Parkplatzbedarf unterirdisch.
Investor ist die Instone Real Estate Group. Wer sich bereits für eine Eigen- oder Mietwohnung vormerken lassen möchte, konnte das beim Infoabend im September 2024 tun – und viele haben es getan.
200 Bürger*innen kamen zum Infoabend
Schon im Vorfeld war das Interesse groß: Gut 200 Anwohnerinnen und Anwohner kamen im September 2024 in die Aula der Gesamtschule Gartenstadt, um sich über das Vorhaben zu informieren. Bezirksbürgermeisterin Christiane Gruyters begrüßte die Bürgerinnen und Bürger, bevor Birgit Niedergethmann vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt sowie Anna Rzymelka von Instone das Planungskonzept vorstellten. Das dominierende Thema im Saal: der Verkehr. Andreas Meißner, Leiter der Mobilitätsplanung, kündigte an, dass die Ergebnisse des geforderten Verkehrskonzepts für die südliche Gartenstadt Anfang 2025 vorgestellt werden sollten.
Abriss läuft – Vertrieb in Vorbereitung
Jetzt, mehr als anderthalb Jahre später, ist das Projekt einen großen Schritt weiter. Die Abrissarbeiten für das ehemalige Rechenzentrum laufen. „Derzeit laufen die Abrissarbeiten für das ehemalige Rechenzentrum – voraussichtlich noch bis Mitte/Ende Mai. Wir befinden uns noch in der Vorbereitung des Vertriebs“, verrät Frau Jenkel von der Instone Group unserer Redaktion. Die Gartenstadt bekommt also bald eine neue Adresse – und ein lange vernachlässigtes Grundstück endlich wieder eine Zukunft. Wer den Planungsstand verfolgen möchte: Die Unterlagen zum Bebauungsplan sind unter dortmund.de einsehbar.

















