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Home Hellweg & Kaiserstraße

“Ich bin der Kümmerer”

Brackeler Bezirksbürgermeister Dirk Sanke im Interview

von Wir in Dortmund (DR)
vor 1 Monat
in Hellweg & Kaiserstraße
Lesezeit: 3 Minuten
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Dirk Sanke, der neue Bezirksbürgermeister von Brackel, erzählt über seinen Werdegang und seine Pläne für den Bezirk (Foto: WIr in Dortmund).

Dirk Sanke, der neue Bezirksbürgermeister von Brackel, erzählt über seinen Werdegang und seine Pläne für den Bezirk (Foto: WIr in Dortmund).

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Redaktion: Herr Sanke, Sie sind seit Januar Bezirksbürgermeister von Brackel, das ist ja für Sie nicht, wie nach Hause kommen, sondern eigentlich wie zu Hause bleiben: Sie sind ein Kind des Dortmunder Ostens. Was zeichnet denn so ein Ostkind aus? 

Dirk Sanke: Ich könnte jetzt etwas romantisierend antworten, sturmfest und erdverwachsen, das wäre aber das Motto der Niedersachsen. Aber wir sind tatsächlich hier im Osten sehr bodenständig, geradeaus und ohne Umschweife auf dem Punkt. 

R: Gibt es denn innerhalb Dortmunds einen Mentalitätsunterschied zwischen dem Osten und Westen?

DS: Ich würde da nichts künstliches konstruieren. Wir haben in Wickede und Asseln Bergbaubetriebe gehabt bis Ende der 20er Jahre, und das prägt natürlich. Aber das gleiche auch im Westen, ob nun in Dorstfeld oder Lütgendortmund. Aber in meiner Kindheit gab es wohnortspezifische Milieus, wo man sich auskannte und unterwegs war, aber auf der anderen Seite nicht, weil da waren wieder andere Kinder unterwegs. Das ist symptomatisch für das Ruhrgebiet. Man hat seinen Kiez, würde man in Berlin sagen.

R: Wenn man den Hellweg entlangfährt, wirkt der Osten Dortmunds sehr abwechslungsreich: Teils ländlich, teils urban, schicke Neubausiedlungen grenzen an Häuser, die dringend einen Anstrich bräuchten. Ist das typisch für den Osten?

DS: Wir sind ein Stadtbezirk, in dem gearbeitet wird, in dem gewohnt wird, in dem gelebt wird – wo wir aber auch darauf Wert legen, dass wir noch viele Bereiche haben, wo man sich erholen kann. Aber es gibt natürlich auch Bereiche, wo Menschen leben, die Transferleistungsempfänger sind, denen man mit niederschwelligen Angeboten helfen muss, aus ihrer Situation herauszukommen. Das ist eine Geschichte, die wir immer im Blick haben. Aber: Ich bin nicht der Heilsbringer, ich bin nur der Kümmerer. Das heißt, ich suche eine Lösung, wenn Menschen auf mich zukommen. Nicht nur in der Politik, sondern auch im Vereinsleben.

R: Sie haben gerade das Stichwort gegeben: Vereine, sie selbst sind in etlichen engagiert. Der Verein steht für Zusammenhalt. Für Gemeinschaft. Auch im Hinblick auf Einsamkeit? Die ist ja zunehmend großes Thema in der Gesellschaft.

DS: Ich glaube, da sind Vereine ganz, ganz wichtig. Sportvereine in allen Variationen, Vereine im sozialen, karitativen Bereich – und beispielsweise auch Gartenvereine. Das sind ja öffentliche Räume. Und diese Räume, werden den Menschen zur Verfügung gestellt, um dort nach alter Definition einerseits selbstversorgend tätig zu sein, andererseits aber auch an den Gemeinschaftsaufgaben mitzuwirken. Das gehört mit dazu. Und das ist eine sinnvolle Geschichte, weil dadurch Lebensräume erhalten bleiben. Nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Tierwelt.

R: Ökologie ist Ihnen also ein zentrales Anliegen?

DS: Wir haben jetzt hier am Brackeler Feld 63 neue Bäume, die erstgepflanzt wurden durch den zweigleisigen Ausbau. Wir legen Streuobstwiesen an und achten darauf, dass wir Bereiche aufwerten. Das ist mir auch wichtig, weil ich mittlerweile Vater und Großvater bin. Das heißt, unser Handeln soll auch immer dahin gerichtet sein, den nachfolgenden Generationen etwas zu übergeben. Ökologisch, nachhaltig.

R: In Ihrer Biographie ist mir aufgefallen, dass Sie Mitbegründer der 1. antifaschistischen Bürgerinitiative Wickede/Asseln sind.

DS: 1985, zu meiner Zeit als Jugendlicher, habe ich das Ansinnen gehabt, etwas zu tun gegen Nazi-Umtriebe an einer damaligen Hauptschule. Wir haben dann ein Friedensfest organisiert, zum 40. Jahrestag der Befreiung. Dort lief auch der damals bekannte Dortmunder Neonazi „SS-Siggi“ auf. Er wollte uns davon überzeugen, dass wir uns da in einen Bereich begeben, der uns nicht guttun würde. Damit kam er bei uns aber nicht weit. Und wir haben begonnen, alljährlich an die Gräueltaten zu erinnern, Stichwort Reichspogromnacht.

Man darf Menschen jüdischen Glaubens nicht mit der Staatspolitik eines Staates wie Israel vergleichen. Sondern muss die Menschen, die hier leben, schützen. Wenn man sich als jüdischer Mensch zu erkennen gibt, ist man gefährdet. Das aber darf nicht sein und ist etwas, was ich auch nicht toleriere. Unsere Geschichte ist ein Auftrag.

R: Herr Sanke, das könnte schon das Schlusswort gewesen sein. Aber Sie möchten noch etwas hinzufügen?

DS: Es ist immer wieder schön, wenn man Dinge sieht, die man bewirkt hat. Weil Kommunalpolitik, das ist mein Credo, der Ernstfall der Demokratie ist. Und für die Bürger der einfachste Weg, an die Verantwortlichen dran zu kommen.

Allerdings müssen wir immer abwägen zwischen dem Wünschbaren und dem Machbaren. Nicht alles, was man sich als wünschbar vorstellt, ist auch umsetzbar. Aber wir arbeiten immer daran, eine Situation, die nicht in Ordnung ist, zu verändern und zum Guten zu wenden. Das ist mein Auftrag.

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