Wenn Sie, liebe Leser*innen, so gar nichts anfangen können mit der kryptischen Überschrift dieses Artikels, dann liegt es wahrscheinlich daran, dass Sie nicht da waren beim Lagerfeuerabend für Erwachsene im Garten des Franziskanerklosters. Dort haben die Pfadfinder*innen leckeren Mäusespeck geröstet und auf der Klampfe gespielt – eigentlich für Sie, aber Sie glänzten ja mit Abwesenheit! Woher ich das weiß? Weil ich, Ihr Stadtteil-Journalist des Vertrauens, der einzige! Besucher beim Lagerfeuer war. Dennoch zweifelsfrei ein Glücksfall, erstmal für mich, weil ich all die Marshmellows futtern konnte, die eigentlich Ihnen zugedacht waren. Und zweitens für Sie, liebe Leser*innen, denn sonst würden Sie jetzt nicht erfahren, dass dieser lauschige Lagerfeuerabend überhaupt stattgefunden hat – und vor allem: warum.
Und vielleicht sollte ich jetzt damit aufhören, so frech zu sein und Ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen – und endlich damit rausrücken, warum sich die Pfadfinder überhaupt so ins Zeug gelegt haben für Sie. Das war nämlich Werbung in eigener Sache. Ihnen mangelt es zwar nicht am Nachwuchs, wohl aber an führenden Köpfen. (Sehen Sie, langsam macht die Headline Sinn!) Sprich: Die Pfadfinder suchen dringend Leiter*innen für ihre Kinder- und Jugendgruppen. Quereinsteiger durchaus erwünscht.
Sind Sie weltoffen, experimentierfreudig und naturverbunden? Dann werden Sie Pfadfinder*in! Um den Nachwuchs zu begleiten und ihn anzuleiten auf dem Weg zum Erwachsensein, und zwar nach den Kernsätzen der Pfadfinderpädagogik: Sich selbst ausprobieren dürfen, nicht perfekt sein müssen, auch durch‘s Scheitern lernen dürfen. – Und wenn Sie mich persönlich fragen, dann ist solch ein Ehrenamt mal richtig sinnvoll, egal, ob Sie mit den Kindern Lagerfeuer machen, angeln gehen, oder Sushi zubereiten. (Fast) alles ist möglich, solange man wild im Herzen ist. Und falls Sie, liebe Leser*innen, sich selbst etwas noch nicht zutrauen, dann lernen Sie es mit dem Nachwuchs halt gemeinsam. Wo und wie und wann und in welchem Umfang – das erfahren Sie, wenn Sie den Pfadfindern mutig eine Email schreiben an den Stamm St. Franziskus Dortmund-Mitte. Also ran an den Mäusespeck:
Und falls Sie sich bei mir zum Schluss noch schuldbewusst erklären möchten für Ihr unentschuldigtes Fehlen beim Lagerfeuer – das können Sie sich stecken. Ich weiß ja, wo Sie war’n: Beim Knutschen umme Ecke an der neuen ‚Kusshaltestelle‘. Erwischt?! Zeitgleich mit dem Lagerfeuer wurde die ja eingeweiht, am frühen Freitagabend an der Kaiserstraße, Luftlinie: ein knapper Kilometer. Und da war es proppevoll. Vielleicht hab ich Sie sogar beim Kuss geknipst. Schauen Sie sich mal die Fotostrecke des entsprechenden Artikels an. Auch den finden Sie, gleich nebenan, auf unserer Seite.

















