Er war, was man einen echten bunten Hund nennt: Norbert „Nobby“ Gläsner – lebensfroher Dortmunder, geschätzt von allen, die ihn kannten, und mit einem großen Herz für die Schwächeren. Einen Tag nach seinem 57. Geburtstag ist Nobby an Krebs gestorben. Was er sich für den Abschied wünschte, war keine Blumen, keine Geschenke – sondern eine Spende für die Deutschen Kinderhospiz Dienste in seiner Heimatstadt. Was dann passierte, hat selbst die Organisatoren überrascht: Fast 18.500 Euro kamen zusammen.
Der Wunsch war klar. Kurz vor seinem Tod bat Nobby darum, dass alle, die ihm nahestanden, statt Trauerkränzen lieber Geld für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Dortmund spenden sollten. Sein enger Freund und EDG-Kollege Daniel Miodek setzte den Wunsch in die Tat um und startete eine GoFundMe-Kampagne. Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, Jugendfreunde – die Resonanz war überwältigend. Knapp 9.840 Euro kamen auf diesem Weg zusammen und wurden symbolisch am Büro des Hospizdienstes an der Dresdener Straße 15 übergeben.
Für Daniel Miodek war es ein emotionaler Moment. „Wir waren sehr stolz, Norberts letzten Wunsch erfüllen zu können, und hätten niemals mit einer so hohen Summe gerechnet. Die Spende spiegelt Norberts großes Herz wider“, sagt er. Fabian Reimertz vom Fundraising-Team der Deutschen Kinderhospiz Dienste, der die Spende entgegennahm, war sichtlich bewegt – und erzählte den Anwesenden von der Arbeit, die täglich hinter diesen Türen geleistet wird.
Doch damit nicht genug. Auch Nobbys Mutter Inge Gläsner wollte zum Vermächtnis ihres Sohnes beitragen. Sie spendete weitere 8.500 Euro – zusammengetragen unter anderem durch den Verkauf seines Autos und zusätzliche Spenden im Umfeld der Familie. Sie erinnert daran, dass ihr Sohn schon zu Lebzeiten ein besonderes Gespür für Kinder hatte. Seine eigene Krebserkrankung hatte ihm zufällig Einblicke in die Kinderhospizarbeit verschafft – und ihn seitdem nicht mehr losgelassen. „Dass es Kinder gibt, die so schwer krank sind, dass sie vielleicht vorzeitig sterben müssen, ging ihm unter die Haut“, sagt Inge Gläsner.
Was bleibt, ist ein außergewöhnliches Zeichen von Freundschaft, Solidarität und Menschlichkeit – und fast 18.500 Euro für Kinder in Dortmund, die jeden Euro brauchen können.

















