Auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Gesamtschule kennt man ihn noch gut: Tom Rothe machte 2023 dort sein Abitur, bevor er als Fußballprofi durchstartete. Heute steht der ehemalige BVB-Nachwuchsspieler beim Erstligisten Union Berlin unter Vertrag – und ist seiner alten Schule auch Jahre später eng verbunden geblieben. Künftig wird er die Mensa der GSG jährlich mit einem hohen vierstelligen Betrag unterstützen. Am Dienstag, 16. Juni 2026, kam Rothe persönlich vorbei, um sich in der sechsten Stunde im PZ den Fragen der Schülerschaft zu stellen.
Schulleiterin Dr. Christina Neder begrüßte den Profi und sprach ihm ihren Dank für das Engagement aus. Die GSG ist seit Jahren BVB-Partnerschule und begleitet junge Talente nicht nur sportlich, sondern auch schulisch sehr eng. Die Integration der Nachwuchsspieler in den Schulalltag spielt dabei eine zentrale Rolle – nicht zuletzt deshalb, weil statistisch nur etwa jeder zehnte Nachwuchsspieler den Sprung in den Profibereich tatsächlich schafft. Eine solide schulische Grundlage bleibt deshalb für die meisten ein wichtiger Anker. Nach ein paar weiteren Gruß- und Dankesworten von Seiten des BVB und dem Förderverein der Schule übernahm eine kleine Gruppe aktueller BVB-Nachwuchsspieler, die selbst an der GSG zur Schule gehen, die Moderation der Fragerunde.
Hintergrund der Spende ist die Überzeugung des Profis, dass dauerhafte Spitzenleistung nur mit einer ausgewogenen Ernährung möglich sei. Der jährliche Betrag fließt in die Beschaffung und Zubereitung hochwertiger Lebensmittel. Konkret gerettet werden konnte die Salatbar, hinzu kommen gesunde Brote und frische Smoothies – Angebote, die für Schülerinnen und Schüler bezahlbar bleiben und gleichzeitig satt machen sollen.
Im Gespräch zeigte sich Rothe gut gelaunt. Auf die Frage, wie er Schule und Profikarriere unter einen Hut bekommen habe, antwortete er mit einem Lächeln: Sein Abitur sei nicht das beste gewesen, aber sowohl die Schule als auch der Verein hätten ihn stets so unterstützt, dass er den Stoff mitnehmen, unterwegs lernen und auch auf Reisen Klausuren schreiben konnte. Bewusst habe er sich seinerzeit dafür entschieden, zunächst sein Abitur abzuschließen, statt vorzeitig das Angebot eines Vereins anzunehmen – eine Entscheidung, die er nicht bereut. Dass jüngere Jahrgänge ihn nach seinem Profidebüt schon mal auf dem Schulhof angesprochen hätten, fand er rückblickend ziemlich amüsant – und auch zu einigen Schulfreunden besteht weiterhin Kontakt.
Die Fragen reichten von der Spielvorbereitung über ehemalige Trainer bis hin zum Lieblingssnack. Letzterer fiel passend zum Anlass aus: Joghurt mit frischen Früchten und Granola. Als Wunsch-Traummannschaft nannte Rothe den FC Barcelona, als Idole seiner Kindheit Messi und Neymar. Schritte aus der bisherigen Karriere würde er rückblickend keine bereuen. Sein abschließender Tipp an die Schülerschaft fiel kurz und passend zum Anlass aus: dranbleiben – und natürlich gesund essen, vor allem in der Mensa.
















