Ein Vape-Automat in unmittelbarer Nähe der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) in Dortmund-Brackel sorgt für Diskussionen. Der Standort des Automaten wird insbesondere mit Blick auf die Nähe zur Schule kritisch gesehen.
Auch die Schule selbst bewertet die Situation mit Sorge. „Ein solcher Automat in Schulnähe ist natürlich leichtfertig“, erklärt Sina Wenzel aus der Öffentlichkeitsarbeit der GSG. Gleichzeitig habe die Schule bislang keinen Anstieg von Zwischenfällen im Zusammenhang mit Vapes festgestellt.
Ein wichtiger Bestandteil des Umgangs mit dem Thema ist die Präventions- und Aufklärungsarbeit. Die Risiken des Vapens werden an der GSG regelmäßig thematisiert – sowohl in den Klassenlehrkraft-Stunden als auch insbesondere im MINT-Bereich. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler für die gesundheitlichen und suchtbezogenen Risiken zu sensibilisieren.
Während des Schulbetriebs ist der Zugang zum Automaten für die Schülerinnen und Schüler zudem eingeschränkt. Aufgrund der bestehenden Aufsichten können sie den Schulhof in der Regel nicht verlassen. Was außerhalb der Unterrichtszeit passiert, kann die Schule hingegen nicht beurteilen.
„Inwiefern die Schüler*innen den Automaten jedoch nach der Unterrichtszeit nutzen, können wir nicht sagen“, so Wenzel.
Rückmeldung der Stadt steht noch aus
Die Schule hat sich nach eigenen Angaben bereits an die Stadt beziehungsweise das Ordnungsamt gewandt. Eine Rückmeldung liegt bislang jedoch noch nicht vor.
Damit bleibt offen, ob und welche Möglichkeiten bestehen, auf den Standort des Automaten Einfluss zu nehmen. Für die Schule steht unabhängig davon fest, dass Aufklärung und Prävention eine zentrale Rolle spielen. Die Schülerinnen und Schüler werden deshalb weiterhin regelmäßig über die Risiken von Vapes informiert.
Die Diskussion zeigt zugleich, dass der Umgang mit E-Zigaretten und deren Verfügbarkeit im Umfeld von Schulen auch über die Frage des gesetzlichen Verkaufsalters hinaus eine Herausforderung für Schulen, Eltern, Kommunen und den Jugendschutz bleibt.

















