Am Samstag kam er dann doch, der Sommer – pünktlich zum Hörder Brückenfest. Gleichzeitig sorgte die eine oder andere Wolke für regelmäßige Pausen von der prallen Sonne. Auch aus diesem Grund fanden nach Thomas Weylands Schätzungen wieder 30.000 bis 40.000 Menschen ihren Weg nach Hörde. Von Seiten des Vereins Hörde International organisiert Weyland zusammen mit Sybille Hassinger das als Biennale stattfindende Brückenfest. Er hofft darauf, das Fest auch 2026 auf die Beine stellen zu können und nimmt auch von den Straßen entsprechende Resonanz mit. “Ja, klar, wir wollen auf jeden Fall wieder!”, hieß es dort.
Dafür nimmt Weyland nun einige Best Practices mit, “einerseits, dass man ein starkes Bühnenprogramm hat” – nicht nur in diesem Jahr an der Schlanken Mathilde und auf dem Hörder Burgplatz, aber auch auf dem vollständig durch den AC Hörde 04 bespielten Friedrich-Ebert-Platz. Andererseits scheint es relevant zu sein, “dass man aktiv in den Straßen ist”, mit Ständen der Organisationen und Vereine. “Beides geht nicht ohne das andere”, so der Mitorganisator.
Zum ersten Mal konnte Hörde International in diesem Zusammenhang auch den “langen Tisch” im wahrsten Sinne auf die Beine stellen. “Fast in Gänze besetzt” zog der sich vom akzenta bis zur Hörder Bachallee und lockte auch die Anwohner:innen des benachbarten Clarissenhofes, die “sich rausgesetzt haben”, um einander kennenzulernen oder schlicht, “um zusammenzusitzen”. Auf diese Weise erfüllte die Tafel auch die angestrebte Verbindungsfunktion zwischen der Innenstadt und dem Phoenix See. “Von daher ist der lange Tisch sehr hoch zu bewerten”, glaubt Weyland.
Hoffnungen für 2026
Verbindend wirkte auch der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindende Kunst- und Kulturmarkt entlang der Hörder Rathausstraße, der Friedrich-Ebert-Straße und der Alfred-Trappen-Straße. “Das ist, glaube ich”, so Weyland, “auch sehr gut angekommen.” 25 Kunstschaffende verknüpften auf diese Weise die Hermannstraße und den Platz an der Schlanken Mathilde mit dem Friedrich-Ebert-Platz.
Gefehlt hat eine solche Verbindung nach Weylands Einschätzung zwischen der Innenstadt und Phoenix West. Zukünftig könnte sich daher die Frage stellen: “Kriegen wir das Fest so auseinandergezogen hin?” Das ist natürlich auch eine Frage des Geldes, das sowohl in der öffentlichen Hand – das Stadtbezirksmarketing hat hier seine Finger maßgeblich im Spiel – als auch bei den Sponsor:innen nicht gleichbleibend locker sitzt. Aber: “Alle wollen das eigentlich”, fasst Weyland zusammen, was ihm in den ersten Tagen nach dem Brückenfest zugeflogen ist.

















