Nachdem die Volleyballdamen den Aufstieg in die zweite Bundesliga sportlich perfekt gemacht hatten, startete für die Verantwortlichen des Vereins ein Marathon. Bis zum heutigen 2. Mai mussten sie Gelder generieren und Menschen für all die Aufgaben akquirieren, die ab der kommenden Saison anfallen würden. Kein Pappenstiel, aber sie haben es geschafft, wie Bernd Janssen als Vorsitzender der Volleyballabteilung heute mitteilte. Eine der größten Baustellen stellte jedoch die Spielhalle dar, für die der TV Hörde nun eine Übergangslösung gefunden hat.
Die Stadt benötigt einen Bauantrag
199 Zuschauende fasst die Halle am Phoenixgymnasium momentan offiziell. Im Rahmen eines Ortstermins mit der Feuerwehr, dem Ordnungsamt, den Sport- und Freizeitbetrieben und Vertreter:innen aus der Politik stellte sich jedoch heraus, dass sie durchaus den von der Volleyball-Bundesliga (VBL) geforderten 250 Menschen Platz bieten würde. Fluchtwege und Toiletten, inklusive rollstuhlgerechter Sanitäranlagen, sind in ausreichender Zahl vorhanden. Dennoch stellte die Verwaltung fest: Ein Bauantrag muss her. Gebaut werden soll hier nichts. Stattdessen will der TV Hörde hinter dem durch Banden abgetrennten Spielfeld bei Heimspielen eine Bestuhlung nahe der Fluchtwege einrichten. Trotzdem erfordert diese Nutzungsänderung ein solches Antrags-Verfahren.
Die VBL gewährt eine “befristete Sondergenehmigung”
Drei bis sechs Monate dauert es in der Regel, bis ein Bauantrag genehmigt wird. Aber die VBL ist dem Verein nun mit einer “befristeten Sondergenehmigung” bis Jahresende entgegengekommen, so der Vorsitzende der Volleyballabteilung Janssen , der sich jedoch optimistisch zeigt, diese Frist halten zu können: “Die Stadt hat uns maximale Unterstützung zugesagt.” So sieht es nun schwer danach aus, als wäre Hörde ab September um eine Volleyball-Zweitliga-Mannschaft reicher, die auch weiterhin an den Wochenenden ihre “Hörder Festung” erobern wird.

















