Für Jörg Skubinn ist die Kultur „der Kit, der unsere Gesellschaft zusammenhält“. Nicht umsonst hat er sich kürzlich zum Vorsitzenden des Kulturvereins Schlanke Mathilde wählen lassen, der es sich laut Satzung zur Aufgabe gemacht hat, „durch die Erhaltung und Erneuerung von Kulturdenkmälern (…) sowie durch andere geeignete Maßnahmen das Zusammenhehörigkeitsgefühl der Bevölkerung und ihr geschichtliches und kulturelles Bewusstsein zu stärken und zu pflegen“. Eine besondere „Maßnahme“ steht nun in den Startlöchern: Eine Ausstellung für Hörder Schulen und Kitas mit der vereinseigenen Bildersammlung, die die Entwicklungen in der Kunst seit 1945 nachzeichnen soll.
Unterschiedliche Konzepte für verschiedene Altersklassen
Als Schulleiter der Marie-Reinders-Realschule bildet Skubinn eine Verbindung zwischen dem Kulturverein und den Bildungseinrichtungen in Hörde. Entsprechend wichtig ist es ihm, „dass wir die Kultur unseren Kindern näherbringen“. So sollen im Rahmen der Ausstellung für Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen drei verschiedene didaktische Konzepte erarbeitet werden, um die Kinder und Jugendlichen mit der Entwicklung der Stilarten und der Kunstgeschichte von 1945 bis zum Anfang der 2000er-Jahre vertraut zu machen. „Dafür ist diese Ausstellung prädestiniert“, so der Schulleiter, „Didaktisierung ist ja unser großes Kunstwerk.“
Die Rohrbrücke als Denkmal
Aus didaktischer ebenso wie aus kultureller Perspektive begrüßt Skubinn als Vorsitzender der Schlanken Mathilde ausdrücklich den sich nun deutlich abzeichnenden Erhalt der Rohrbrücke auf Phoenix West. Insbesondere für den Chemieunterricht brauche es das „Gesamtkonstrukt“, um in unmittelbarer Nachbarschaft der Marie-Reinders-Realschule den Schüler*innen vor Augen zu führen: „Was hat dieser Gasometer eigentlich mit dem Hochofen zu tun?“ Auch deshalb hält Skubinn es für sinnvoll, die Rohrbrücke unter Denkmalschutz zu stellen: „Das ist ja auch ein Denkmal, das ist ja gar keine Frage.“
Projekte überall in Hörde
Ebenfalls auf Phoenix West arbeitet die Schlanke Mathilde derzeit an „Kunst-Pocket-Parks“, während sie dafür Sorge trägt, bereits bestehende Kunst- und Kulturgüter in Hörde zu pflegen. Im Blick hat sie dabei zum Beispiel die Statuen von Konrad und Elisabeth oder den rollenden Ball auf dem Kaiserberg. An dessen Fuß ist der Verein derzeit damit befasst, die Flüsterbrücke zu reinigen und mit einer Anti-Graffiti-Schicht zu versehen.
Bilderausstellung im März 2026
Hinter den Kulissen arbeiten Verein und Bildungseinrichtungen aktiv an der Bilderausstellung. In Kürze soll es dann eine Informationsveranstaltung für Kitas und Schulen geben, die anschließend Zeitslots in der Ausstellung buchen können, in denen sie sich didaktisch begleitet mit der ausgestellten Kunst befassen können. Wirklich soweit sein soll es dann vom 8. bis zum 27. März 2026.
















