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Home Hörde

Ein „Geburtshaus im klinischen Setting“

Im St. Josefs Hospital ist der Hebammenkreißsaal an den Start gegangen

von Wir in Dortmund (CS)
vor 3 Jahren
in Hörde
Lesezeit: 2 Minuten
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Ein Kind zu bekommen ist nicht natürlicherweise ein medizinisches Problem. Ebensowenig ist es daher unverzichtbar, dass ärztliches Fachpersonal eine Geburt begleitet. Da das St. Josefs-Hospital das genauso sieht, kam am 10. Dezember das erste Baby im neuen Hebammenkreißsaal zur Welt.

„Der Hebammenkreißsaal ist eine Erweiterung unseres geburtshilflichen Angebots“, erläutert Britta Jacobi als leitende Hebamme. Wer möchte, kann an der Wilhelm-Schmidt-Straße nun „ohne medizinische Intervention, allein durch Hebammenbegleitung“, gebären, so Jacobi: „Wenn die Frauen zur Geburt kommen, bekommen sie keinen venösen Zugang, es wird kein Ultraschall gemacht. Wir vertrauen ganz darauf, dass die Frau allein durch unsere Begleitung, durch die Wehenveratmung, durch Massagen, durch Homöopathie, durch Akupunktur darin bestärkt wird, ihr Kind zur Welt zu bringen.“

Interventionsarme Geburt mit der „Sicherheit des Krankenhauses im Hintergrund“
Dennoch kann es vorkommen, dass Mutter oder Kind medizinische Hilfe benötigen. Für solche Fälle „haben wir die Sicherheit des Krankenhauses im Hintergrund“, formuliert Jacobi: „Wir können jederzeit einen Arzt hinzurufen.“ Als eine Art Insel innerhalb des Netzwerks Klinik bezeichnen die Hebammen selbst ihren neuen Kreißsaal auch gern als „Geburtshaus im klinischen Setting“.

Den Unterschied macht dabei, dass die Hebammen und somit auch die Gebärenden auf ärztliche Unterstützung zurückgreifen können, aber von ärztlichem Fachpersonal – und seinen Dienstplänen – unabhängig sind. Dass Geburten gelegentlich mit der Uhr im Hintergrund vorangetrieben werden, ist kein Geheimnis – und auch dieses Phänomen möchten die leitende Hebamme und ihr Team aufbrechen.

Auch wenn das Kind dann auf der Welt ist, „geben wir Mutter, Vater und Kind viel Zeit“, betont Jacobi, „Mutter und Kind liegen im Hautkontakt, beschnuppern sich, es wird nicht sofort eine U1 gemacht, die erste Vorsorgeuntersuchung, es wird nicht sofort abgenabelt und gebadet“. Auch wenn es zum Kaiserschnitt kommt, „ist es so, dass die Mutter im OP im ständigen Hautkontakt mit dem Kind liegt“. Für dieses Vorgehen hat die Weltgesundheitsorganisation das St. Josefs Hospital als babyfreundliches Krankenhaus ausgezeichnet.

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